Deportation Business Class

Seit mehreren Jahren wird mit Kampagnen wie deportation class auf Europas grausame Abschiebemaschinerie aufmerksam gemacht, z.T. auch durchaus mit Erfolg. Aus Angst vor Imageverlust haben einige Airlines diese Flüge eingestellt.
In den letzten Jahren wurden europaweit diese Flüge oft zusammengepackt – wohl auch um Proteste schwieriger zu machen, aber vor allem um Kosten zu sparen.
Heinz Berger, ein Geschäftsmann aus Österreich, hatte nun die großartige Idee, diese gebündelten Flüge komplett über eine Abschiebefluglinie namens „Asylum Airlines“ im Rahmen des inzwischen sehr beliebten Konzepts des public-private-partnership abzuwickeln.
Aus ökonomischer Sicht eine durchaus rentable Idee. Erstmal braucht mensch sich so nicht um irgendwelche Imageprobleme scheren, und dann werden die Flugzeuge auch speziell für Massenabschiebungen umgerüstet. So sollen die Opfer Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, mit „Bügel[n] wie von Sesselliften“ fixiert werden. „Das hemmt nicht die Bewegungsfreiheit, aber das Randalieren stellt man ab.“, so Berger gegenüber der Frankfurter Rundschau.
So lässt sich auch einiges an Personal einsparen, bedenkt mensch, dass z.Zt. für jedeN der/die abgeschoben wird, 2 Beamten mitfliegen müssen.
Immerhin soll ein aber ein Catering geben.

Ein Essen mit Messer und Gabel kann er den „Schüblingen“ aus Sicherheitsgründen aber nicht anbieten. „Dann gibt es halt irgendwelche Brote“, meint Berger. „In sechs Stunden verhungert ja niemand.“
                                                    - Frankfurter Rundschau

Wenn das so nett ist, dann lässt mensch sich ja gerne abschieben.
Wie viele Flugzeuge er kaufen will, hängt jetzt nur noch von der „Stückzahl“ der Fracht ab, die er in Gesprächen mit diversen EU-Staaten evaluieren will.

Quellen:
http://no-racism.net/article/2484/
http://de.indymedia.org/2008/03/211434.shtml
http://jungle-world.com/artikel/2008/14/21479.html
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1307371


1 Antwort auf “Deportation Business Class”


  1. 1 Konstruktive Mitarbeit aufgewärmt « bikepunk 089 Pingback am 09. April 2008 um 15:49 Uhr
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