Let’s get Zombified

Okay, mal ein paar Tipps zum Thema Zombies:

Eine großartige Mischung aus hartem, geradlinigem Zombiehorror und unterschwelliger Medien- und Gesellschaftskritik bietet die britische Kurzserie Dead Set. Darin bricht in England (und vermutlich weltweit) die übliche Zombieseuche aus und die letzten Überlebenden sind ausgerechnet die Kandidat_innen der TV-Show Big Brother

Analytisch setzt sich ein unterhaltsamer Artikel von Telepolis mit den Filmen von George A. Romero auseinander.

Hinter dem Terror, den die Zombies verbreiten, mag sich vielleicht nichts anderes als die Angst vor der Masse und der Befürchtung, wie sie zu werden, verbergen. Vielleicht sind Zombiefilme gerade deshalb bei Zuschauern im Teenageralter so beliebt, weil die Protagonisten oft in einen Konflikt stecken, den die meisten Pubertierenden gut kennen.

Draußen ist die fremde, merkwürdige Welt der Erwachsenen, die aus der Sicht der Jugendlichen nichts anderes tun, als geistlos zur Arbeit zu wandeln, fern zu sehen und zu konsumieren. Sie verstehen die Musik, Witze und Lebenswelt der Jungen oft nicht, und allgemein ist es für sie schwer bis unmöglich, mit ihnen sinnvoll zu kommunizieren. Wie im Zombiefilm wissen die meisten intuitiv, dass es auf kurz oder lang wohl keinen Weg gibt, dem Schicksal der Assimilation und Anpassung zu entgehen; einer von „ihnen“ zu werden.

Joachim Allgaier: Das Proletariat der Filmmonster

[edit]Auch ein netter Ansatz:
I love Sarah Jane
(via Nerdcore)
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1 Antwort auf “Let’s get Zombified”


  1. 1 bikepunk 089 25. November 2008 um 18:45 Uhr

    Von Mike Davies (Author von planet of slums und die geburt der dritten welt) gabs wohl irgendwo den kommentar über einen der romero-filmr, dass da die zombies die globale multitude repräsenteiren, die auf die metropolen zuschlurft.

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