Lesenswerte Texte

Zunächst was unterhaltsames. Bei Lea gibt es eine nette Reisewerbung für Griechenland im Advent.

Sie starten von einem Flughafen ihrer Wahl und landen nach ca. zwei Stunden auf einer Schotterpiste abseits der Großstadt, um dem Generalstreik so gut wie möglich zu entgehen. Nachdem sie geprüft haben, ob ihr Hotel noch steht und wenn ja auch den EU-Brandschutzbestimmmungen entspricht, machen sie sich auf zu einem entspannten Spaziergang im Athener Zentrum. Auf ihrem Weg begegnen sie freundlichen vermummten Weihnachtswichteln, die – sie werden es merken – mehr als ein Lichtlein angezündet haben und somit die kalte griechische Nacht in eine warme, heimelige Atmosphäre tauchen.

Nett dazu auch die unter dem Artikel befindlichen Google-Anzeigen.

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Ob die Mietwägen auch ordentlich versichert sind?

Nachdem die Jungle World sich in der vergangene Woche noch durch sexistischen Schwachsinn hervorgetan hatte, gibt es diese Woche ein recht interessantes Dossier, dass sich mit dem Verhältnis von Antideutscher Kritik mit Feminismus und Antisexismus auseinandersetzt.

Wenn es eine Bezugnahme auf feministische und antisexistische Forderungen und Kritik gibt, fällt sie zumeist negativ aus. Die sehr polarisiert geführten Debatten um sexualisierte Gewalt und die Definition von sexuellen Grenzverletzungen und Vergewaltigungen haben zu solch eindeutigen Frontverläufen geführt, dass die Thematisierung von Sexismus und Gender als gesellschaftliche Strukturprinzipien recht befremdliche Abwehrreaktionen hervorrufen, die die Selbstverständlichkeit einer Auseinandersetzung verhindern.

Die Integration eines feministischen Anspruchs in emanzipatorische Gesellschaftskritik scheint in der antideutschen Linken nur dort zu erfolgen, wo es um eine Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischer Gewalt und patriarchalen Verhältnissen in islamischen Communities oder Ländern geht, hier wird sie sogar zum Dreh- und Angelpunkt der berechtigten Kritik am Islam.

Eine Verknüpfung von feministischen Forderungen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen oder kulturellen Bezugspunkten gemäß der häufig formulierten Prämisse »Emanzipation ist universal« erfolgt allerdings nicht. Dies hieße, feministische Forderungen auch dann als selbstverständliche ernst zu nehmen, wenn sie sich nicht auf ein worst case scenario gewalttätiger und offenkundiger Geschlechterhierarchien beziehen.

Und zu guter letzt gilt meine Solidarität der Unterstützer_innengruppe und den Betroffenen aus Weimar, wo es sexuelle Übergriffe in der Gerberstraße gab. Anstatt sich damit ordentlich auseinanderzusetzen, werden nun die Unterstützer_innen mit absurden Methoden aus der Gerberstraße geworfen. Alle Infos dazu gibt es bei queerschnitt.

Nach langem googlen hab ich dann auch ein Statement einer Person von der „Gegenseite“ gefunden, das mit folgendem Satz endet:

Hört auf Crack zu rauchen und fangt an zu denken, bevor ihr Euch als links bezeichnet. Ihr seid nicht links, ihr seid reaktionär.

Das sagt wohl alles über das unterirdische Niveau aus, mit dem hier Leute versuchen, die Definitionsmacht und den Betroffenenschutz nicht nur nicht anzuerkennen, sondern im Gegenteil genau die Leute, die an dieser Stelle eine ordentliche und gute Arbeit im Sinne der Betroffenen betreiben, aus der „Szene“ zu dissen.
Aus Solidarität mit den Betroffenen und der Unterstützer_innengruppe werde ich dieses Statement den Scheiß hier jetzt nicht verlinken

Daher an dieser Stelle noch ein Buchtipp:


1 Antwort auf “Lesenswerte Texte”


  1. 1 ♥Tekknoatze 09. Dezember 2008 um 21:00 Uhr

    Die »Diskussion═ unter dem Text, den ich gefunden hab ist auch zum Kotzen ekelhaft.

    ♥Tekknoatze

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