Sexistische Werbung

Gegen sexistische Werbung kann Kreativität zumindest ein bisschen helfen:
Sexistische Werbung

Wer es lieber offiziell mag, beschwert sich beim Deutschen Werberat. Da hat die Anzahl der Beschwerden gegen frauenfeindliche Werbung zugenommen.

Unklar ist laut Wiegmann, ob tatsächlich mehr frauenfeindliche Motive vorkommen oder ob das Bewusstsein dafür gewachsen ist.

Der Werberatsvorsitzende kündigte an, energisch dem Trend entgegenzusteuern, auch wenn sich die Verfehlungen „meist am Rand des Werbegeschehens im lokalen Raum“ abspielten. Die Beschwerden stammen überwiegend von Frauen, aber auch von Männern.

Quelle des Zitats: n-tv, die natürlich auch gleich ein paar Bilder der entsprechenden Werbung zeigen, weshalb ich die jetzt nicht direkt verlinke. (via mediengestalter-blog)

btw: Kennt wer nen guten Text über die Begriffsbestimmungen und Unterschiede zwischen den Ausdrücken sexistisch und frauenfeindlich. Letzteren Begriff finde ich, ähnlich wie fremdenfeindlich irgendwie zu vereinfachend.


3 Antworten auf “Sexistische Werbung”


  1. 1 blub 25. März 2009 um 15:09 Uhr

    ich finds auch vereinfachend, dass nackte frauen n Ausdruck von Sexismus sein sollen. Nackte Männer ja wahrscheinlich nicht (Dass es genau diese eben seltener auf Werbepostern gibt ist schon eher ein Anzeichen (!) für die sexistische Verfasstheit dieser Gesellschaft).
    Solch doppelte Maßstäbe würde ich eher sexistisch halten. Ganz zu schweigen dass so n billiger Beissreflex gegen nackte Haut richtig eklig spießig ist. Aber in diesen Dingen stehen „Linke“ ihren eigenen Eltern ja oftmals wenig nach. „Sex pfui!“

  2. 2 medium 25. März 2009 um 19:24 Uhr

    Über die „nackte Frau an sich“ würde ich auch nicht so urteilen. Fakt ist aber doch, das nackte Haut insbesondere (aber nicht nur) in der Werbung in unserem gesellschaftlichen Kontext eben doch vor allem nach dem Prinzip „Sex Sells“ in einem oft ganz bewusst verwendeten sexistischen Kontext zu sehen ist. Und das gilt natürlich auch z.B. für irgendwelche nackten muskulösen Kerle. Aber wie du schon selbst schreibst, kommt das eben aus gutem Grund viel seltener vor. Und da unsere Gesellschaft eben mehrheitlich partriachal-heternormativ ist, ist bei nackten Männern auch immer darüber zu diskutieren, inwieweit die Darstellung eben dieser nicht sogar einen solchen Grundkontext aufbrechen kann, aber das hängt eben vom jeweiligen Kontext (und vom jeweiligen Kerl) ab.

    Und gegen nackte Haut an sich hab ich auch überhaupt nix, z.B. im entsprechenden filmischen Kontext, der halt entweder nicht-sexistisch ist, oder halt den Sexismus in seiner filmischen Intention deutlich werden lässt und nicht bloß als Verkaufsargument für den Film gilt.

  1. 1 rebel:art » Blog Archive » Und sonst so? : 25. 3. 09 Pingback am 25. März 2009 um 23:14 Uhr
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