Archiv für Mai 2009

Noch mehr LS-Scheiß

Und noch mehr Scheiß von den ProLifern

„Lebensschützer“ morden wieder

In den USA wurde heute morgen Dr. George Tiller ermordet. Er hatte in Wichita, Kansas, eine Klinik, in der er Schwangerschaftabrüche durchführte.
Immer wieder war er bedroht worden und 1993 wurde bereits einmal auf ihn geschossen. Nun wurde er heute morgen nach einem Gottesdienst, den er besuchte, erschossen. Zuvor hatte es die letzten Jahre immer wieder massive Hetze gegen Dr. Tiller gegeben, die u.a. durch den reaktionären Fox-Moderator Bill O‘Reilly forciert wurde.

via mädchenblog & feministing

Arbeit?

Nachdem der letzte Kram-Post eben doch sehr lang wurde, hab ich mir überlegt, so Kleinkram nicht mehr aufzuheben, sondern eher aufgesplittet sofort zu posten. Wie dieses schick animierte Video, das erklärt, was Arbeit ist.

via regentied

Gesammelter Kram #5

N-Wort
Der schwarze Blog berichtet von einer Kampagne gegen rassistische Getränkebezeichnungen in Bayern, den in einigen Gaststätten ist es auf den Karten (und beim Publikum) immer noch üblich, ein Cola-Weizen als Neger zu bezeichnen.

Bustour gegen Christen gestartet
Oder so ähnlich. Ob das wirklich gut ist, keine Ahnung. In Bayern vom 12. bis 15. Juni.
Mehr Infos im Kirchensumpf

Das Gott tot ist, hat sogar die „Christliche Mitte“ erkannt:

via Kopfschrott

Und lisa2 hat ein Video und diverse Berichte zu den Protesten gegen den homophoben Evangelikalen-Kongress in Marburg gesammelt.

Auch zum Auftakt des Kirchentags in Bremen gab es eine Protestaktion.
Ich habe mich die Tage auch mit verschiedenen Leuten unterhalten, die als Besucher_innen auf dem Kirchentag waren und diese Menschen waren recht schockiert ob des generell extrem großen Polizeiaufgebots, dass sie mit dem bei einer (radikal linken) Demonstration oder einem Fußballspiel verglichen.

Und wenn die christliche Logik weitergedacht wird, kommt das raus:

via GayWisdom

Sexismus neu Erleben
Nachdem auf dem Antifee-Blog ein recht lesenswerter Standart-Grundsatztext zum Thema Definitionsmacht gepostet wurde (Teil 1, Teil 2), geht dort in den Kommentaren eine extrem fiese Disco ab.

Frauen, die so argumentieren wie Antifee, haben offensichtlich ein Problem mit ihrer eigenen sexuellen Identität. Da sie dieses eigene Problem nicht selbst bewältigen können, projizieren sie es auf Andere und machen es so zu deren Problem. Auch eine Form von Definitionsmacht: „Was normal ist, bestimme ich.“
Das zeigt sich auch in der bei Radikalfeministinnen oft sehr nebulösen Definition des Begriffes „Sexismus“. Häufig geht es dabei gar nicht um Unterdrückung aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit, sondern um Neid oder Hass auf diejenigen Frauen und Männer, die keine Probleme mit ihrer sexuellen Identität und ihren Trieben haben.

Antifee geht mir ziemlich auf den Sack. Ich möchte mir nämlich auch von niemandem mein Recht auf Aggression nehmen lassen. Nicht von Frauen und auch nicht für noch so hehre Ziele.

*schauder*

Berichte von Schwangerschaftsabbrüchen
In der Feministing-Community wurde ein Erfahrungsbericht eines Schwangerschaftsabbruches gepostet und auch in den Kommentaren gibt es weitere lesenswerte Berichte von Frauen und ihrer jeweiligen Entscheidung.

I‘m sitting here now feeling 100% okay with my choice. My abortion went totally by the book, I haven‘t been smote by a vengeful god, I‘m not wracked with guilt, and my boyfriend and I are still together and happier than ever.

Abwertungs-Kit
Auch genervt von Gentrifizierung? Hier gibt es Hilfe!

via Postidentitär

Wir sind alle…

129a und 129b werden künftig durch 89a und 89b ergänzt.

Der neu geschaffene Paragraf 89a erfasst Personen, die sich im Umgang mit Waffen oder gefährlichen Stoffen „unterweisen lassen“ – vorausgesetzt, sie erhalten ihr Wissen von „Vereinigungen“, deren „staatsgefährdenden“ Absichten sie selbst nicht nachweislich abgeneigt sind. Ob dies in einem so genannten Terrorcamp oder in einer linken WG oder bloß über das Internet geschieht, ist egal. Von Terrorcamps ist im Gesetzestext nicht die Rede.

Paragraf 89b geht noch weiter: Danach wird bereits jede Kontaktaufnahme mit einer „terroristischen Vereinigung“, um sich von dieser „unterweisen“ zu lassen, zum Delikt erklärt.

weiterlesen bei CTRL/taz

Passend dazu:

via Entdinglichung

Naziaufmarsch, Sexismus und der Kampf dagegen
In München war letztes Wochenende (mal wieder) Naziaufmarsch. Auf Indymedia steht dazu:

Ein breites bürgerliches Bündnis, sowie diverse Antifagruppen mobilisierten zu einer Gegendemonstration. Auf der Anfangskundgebung nahmen ca. 300 Menschen teil. Trotz des großen Bündnisses wurde relativ schlecht von den Bündnispartner_innen mobilisiert, da wohl kaum Interesse daran bestand, den Naziaufmarsch effektiv zu stoppen.
Stattdessen schaffte es linke Szene, die ersten drei Reihen des Antifaschistischen Blocks ausschließlich mit hochmotivierten Frauen zu besetzen.
[…]
Neben den gewöhnlichen Auseinandersetzungen kam es u. a. es zu einem sexualisierten Übergriff. Ein USKler packte eine Demonstrantin an der rechten Brust und riss sie mit diesem Griff zur Seite. Er versuchte nicht seinen Griff zu korrigieren um sie beispielsweise am Arm zu packen. Diese Form von Gewalt, in einer derart bedrohlichen Situation bedeutet eine Maximierung der Einschüchterung. Auch wenn es bereits im letzten Herbst zum 1000 Kreuze Marsch fundamentalistischer Abtreibungsgegner_innen schon zu Übergriffen kam, die den Spruch „Deutsche Polizisten – Macker und Sexisten“ rechtfertigen, ist uns diese Dimension sexualisierter Gewalt seitens der Polizei in München noch nicht begegnet.
[…]
Die Unterdrückung der Frau durch die Reduzierung auf reproduktive Tätigkeiten einerseits, sowie Sexismus generell ist ein Grundgedanke faschistischer Ideologien. An diesem Samstag haben Frauen die Spitze der Demonstration gebildet und so gezeigt das antifaschistischer Widerstand keine Frage des Geschlechts ist.

Den ganzen Artikel lesen

Tarantino, Cannes und die Medien
Kritikerguru Roger Ebert berichtet in seinem Blog vom Cannes-Filmfestival. In diesem Eintrag schreibt er über den Auftritt von Quentin Tarantino, der dort seinen neuen Film Inglorious Basterds vorstellte, und darüber, wie die US-Medien aus Cannes berichten.

But the American press has been dumbed-down so much that some papers seem edited for an audience that does most of its reading off of TV screens. I ran into an old friend who has free-lanced for USA Today. „Yesterday, Lars von Trier’s „Antichrist“ was the big story,“ he told me. „USA Today featured coverage of Jim Carrey as Ebenezer Scrooge, arriving at the Carlton Hotel with Jenny McCarthy in a horse-drawn carriage.“
There can be news value in such events. Consider the crowds Jerry Seinfeld drew when, dressed as a bee, he slid down a wire from the roof of the Carlton to promote „Bee Movie.“ To be sure, much of the press just wanted to have someone on the scene if the cable snapped. Now that would be newsworthy, a photo of a crumbled and bloody bumblebee suit.

Und noch ein Clip mit Anmoderation von Tarantino:

via 5 Filmfreunde

Zensurula
Grobe Zusammenfassung der Zensurula-Debatte von ZAPP:

via Das Kraftfuttermischwerk

Die visuelle Terroristin

Wo es eben noch um bloßen Konsum ging, Werbegesichter von L‘Oréal und McDonald’s, austauschbar und unwirklich, schafft Princess Hijab mit wenigen Strichen ein Werk, das Fragen provoziert – nach dem Verhältnis von Religion und Sexualität, nach Marktgesetzen und Oberflächlichkeit. Fragen nach der Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft ebenso wie im Islam. Die Bilder entwickeln einen ästhetischen Eigenwert, irritierend und, ja, geradezu schön.

Abi-Bild über die Pariser Street-Artist Princess Hijab
via just

Feelgod-Rede von Ellen DeGeneres

via Feministing & Stefan Niggemeier

Und ein Klassiker zum Schluss

via Grün und Grau

Fuck You Very Much!


via BatzLog

Lebensschützer haben Schiss

Kein 1000-Kreuze-Marsch in Ulm!! Die Pläne der Lebensschützer wurden durchkreuzt! An dem Tag 3 Kreuze im Kalender machen! Es hat auch auch jeder sein Kreuz zu tragen. Aber unsere Wege werden sich bestimmt nochmal kreuzen… [hier bitte weitere schlechte Wortspiele einfügen] Keep up the good work! (via Bikepunk)

§218-Debatte

Die Debatte um Spätabtreibung wird in einer Zeit geführt, in der weißen deutschen Frauen die Verantwortung für die demografischen Zukunft der Nation aufgebürdet wird. Das geschieht durch moralischen oder finanziellen Druck und nicht erst seit gestern: Bereits 2006 hatte die Sozialministerin von Sachsen Helma Orosz gefordert, die finanzielle Unterstützung für Abbrüche zu reduzieren.
[…]
Dass Frauen es sich zu einfach machen, ist das gängige Argument der Konservativen, denn die psychologische Zurichtung von Frauen zu sich aufopfernden und schuldig fühlenden Müttern ist Staatsräson. In einer Gesellschaft, in der Behinderung hauptsächlich als Kosten- und Karriereproblem gesehen wird und in der junge Mädchen schon bei der Rötelimpfung mit dem Bedrohungsszenario „behindertes Kind“ auf ihre Rolle als Hüterin der nationalen Gesundheit vorbereitet werden, gibt der Staat die Verantwortung für eine Spätabtreibung symbolträchtig an die einzelne Frau ab.

Sarah Diehl in der taz zur Debatte um §218
Die Gesetzesverschärfung ist ja inzwischen durch.

Legosexismus

Ich wollte heute für meine Töchter Legomännchen kaufen, und musste die erschreckende Feststellung machen, dass diese mit überwältigender Mehrheit genau das sind: Männchen. Es gab überhaupt nur drei weibliche Legofiguren: eine junge Dame in einem spießigen geblümten Oberteil, die auf einer Bank sitzt und Musik aus einem Ghettoblaster hört (Erde an Lego: Bitte einmal „iPod“ googeln), eine Tochter aus gutem Hause, die auf einem Pferd neben einem landroverartigen Auto mit Pferdeanhänger sitzt, und eine Milchmagd mit einer Kuh auf einem Bauernhof. Letztere ist im Lego-Universum — oder dem Teil, der gerade beim nächsten Karstadt herumsteht — die einzige Frau, die einer Beschäftigung nachgeht. Alle anderen Berufstätigen sind Männer: von Sachbearbeitern mit Aktenkoffer über Piloten, Ingenieure, Polizisten, Feuerwehrmänner, Bauarbeiter und Müllmänner bis zu Piraten und futuristischen „Power Miners“.

weiterlesen

via Coffee And TV

Raider heißt jetzt Twix

Warum sich das damals geändert hat, weiß ich nicht.
Irgendwie nachvollziehbarer ist dagegen folgende Namens und Logoänderung:
Blackwater Xe

In 2007, Blackwater Worldwide, the world’s largest private security company, made the wrong kind of headlines when Blackwater contractors allegedly shot and killed 17 Iraqis in a crowded square in Baghdad. This resulted in protests, congressional inquiries and the Iraqi government refusing to allow the organization to operate in the country. And now, in an effort to improve public perception, Blackwater has changed its name to Xe (pronounced ZEE).

Organizations that change their name usually do so to “better define” what they do, or to “clarify” a shift in services, and this is often in tandem with a repositioning of services or a shift in core competencies. Anne Tyrrell, a spokeswoman for Blackwater, explained that the company was changing its name because “the idea is to define the company as what it is today and not what it used to be.”

Ob das neue Makeup reicht? Ich befürchte fast schon.
Quelle: Brand New

Blogroll

Folgende Links sind neu in der Blogroll: Ahoi Polloi, Classless Kulla, Dzine Blog, Einstellung der §129(a)-Verfahren – sofort!, Feministing, Gentrification Blog, Hallas, Kirchensumpf, Logo of the Day, Mädchenmannschaft, Politisches Plakat und Shakesville

Flüchtlingsdrama

Interessanter Trailer:

via /film

Arsch hochkriegen! (gegen Nazis und Christen)

Das Vorgehen der Polizei zeichnet sich in München, insbesondere seit dem 15.11., durch komplettes Absperren der Naziroute mit Gittern und Stoßstange an Stoßstange stehenden Bullenwannen, brutale USK-Prügeleinsätze bei eventuellen Blockadeversuchen, extrem viele Zivibullen und ein – gemessen an der Zahl der Antifaschist_innen – völlig überdimensioniertes Polizeiaufgebot aus.

Das alles macht nun nicht gerade Lust, am 8./23. Mai wieder auf die Straße zu gehen, oder gar von außerhalb anzureisen. Die Aktivist_innen aus München – im Herzen des bayerischen Löwen ;-) – sind aber nichtsdestotrotz auf die Solidarität der Genoss_innen von außerhalb angewiesen. Das in München trotzdem was gehen kann, zeigen neben dem 13.06.08 noch viele weitere Beispiele aus den letzten paar Jahren, wo Nazis oder Bullen ordentlich was abgekriegt haben und/oder schöne Erfolge gefeiert werden konnten. Voraussetzung dafür ist aber immer ein gemeinsames und entschlossenes Vorgehen und dass die Leute ihren Arsch hochkriegen und aktiv werden!

Den ganzen Text lesen

Und am 30sten Mai wollen die Christendeppen mal wieder einen 1000-Kreuze-Marsch machen, diesmal in Ulm.

Und wer wissen will, warum Christen doof und Katzen süß sind, sollte sich folgende Absurdität komplett anschauen:

Video via Feingut