Ulrichsberg wurde weggepustet

Wie jedes Jahr sollte auch dieses Jahr wieder eine große Alt- und Jungnaziparty auf dem Ulrichsberg in Koroška/Kärnten in Österreich stattfinden.
Aus dem Aufruf zu den Gegenaktionen 2009:

Dieses Jahr feiert die Ulrichsberggemeinschaft ihr 50-jähriges Bestehen und somit ein halbes Jahrhundert ungehinderte rechts-revisionistische Traditionspflege von Opfermythen und NS-Verherrlichung. Jedes Jahr treffen sich am Ulrichsberg in Kärnten/Koroška Veteranen der Wehrmacht und Waffen-SS, PolitikerInnen fast aller Parteien, das österreichische Bundesheer, Burschenschaftler und Neonazis, um den gefallenen Kameraden der beiden Weltkriege und des „Kärntner Abwehrkampfes“ zu gedenken. Durch die Glorifizierung von nationalsozialistischen Einheiten und Organisationen wird positiv auf den Nationalsozialismus Bezug genommen. Dabei werden die unzähligen und unfassbaren Verbrechen von Wehrmacht und Waffen-SS einerseits verschwiegen oder andererseits durch das Argument der soldatischen Pflichterfüllung entschuldigt. Durch die Gleichsetzung von NS-Verbrechen mit Kriegshandlungen der Alliierten und der PartisanInnen wird die eigene Schuld geleugnet und die Geschichte umgelogen.

Doch jetzt schreibt Der Standart folgendes:

Das für 20. September geplante umstrittene 50. Heimkehrertreffen am Ulrichsberg in Kärnten ist am Donnerstag abgesagt worden. Die Veranstaltung werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, hieß in einer Aussendung der Ulrichsberggemeinschaft. Als Gründe wurden die Absage der Unterstützung des Bundesheeres, sowie „spürbare Turbulenzen“ rund um die Feier ins Treffen geführt.

Verteidigungsminister Norbert Darabos sagte gegenüber derStandard.at, die Absage sei zu begrüßen, weil „das Ulrichbergtreffen seit jeher einen rechtsextremen Anstrich hatte.“ Erst Anfang der Woche hatte Darabos die Beteiligung des Bundesheeres am heurigen Ulrichsberg-Treffen definitiv abgesagt. Darabos entschloss sich zu dem Schritt, nachdem bekannt geworden war, dass der Geschäftsführende Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Wolf Dieter Ressenig, NS-Devotionalien im Internet angeboten haben soll. „Eben diese jüngsten Vorfälle haben die Hoffnung völlig zerschlagen, dass aus dieser Veranstaltung noch einmal eine echtes Mahnmal gegen Krieg und für Frieden werden könnte“, so Darabos.

via Nazis unplugged