Termine, Termine

Es gibt viel zu tun…

Am 26.09. in Berlin: 1000 Kreuze in die Spree

Die selbsternannten Lebensschützer sind Teil des christlichen Fundamentalismus in der BRD. Wie alle religiösen Fundamentalismen arbeiten auch sie auf eine gesellschaftliche Dominanz ihrer Dogmen hin, etwa Familienzentriertheit, Heterosexualität, Schicksals- und Obrigkeitsergebenheit. In den USA beinhalten Aktionen von Abtreibungsgegner_innen u.a. Blockaden von Kliniken, aber auch gewalttätige Übergriffe sowohl gegen Ärzt_innen als auch gegen Frauen, die abtreiben wollen. Zuletzt wurde Dr. George Tiller, Betreiber einer Abtreibungsklinik, in der auch Spätabtreibungen durchgeführt wurden, im Mai dieses Jahres erschossen. Die Klinik musste daraufhin geschlossen werden. Auch in der BRD und Österreich werden Frauen, die Abtreibungskliniken aufsuchen, heute bereits durch „Gehsteigberatung“ eingeschüchtert und bedrängt, Ärzt_innen als „Massentöter“ diffamiert und Fachkonferenzen von Abtreibungsärzt_innen mit der Wannseekonferenz 1942 verglichen.

Weder christliche Moralvorstellungen noch staatliche Zugriffe dürfen über das Leben und die Körper von Menschen bestimmen. Deshalb rufen wir dazu auf, die Inszenierung der selbsternannten Lebensschützer_innen als „Schweige- und Trauermarsch“ (in dunkler Kleidung und mit weißen Kreuzen) zu stören (bunte Kleidung und emanzipatorische Sprüche).

Am 10.10. in München: My Body – My Choice

Nach massiven Protesten im letzten Jahr in München, Münster und anderen Städten wurde der „1000-Kreuze-Marsch“ in Ulm dieses Jahr abgesagt. Das ist ein Erfolg unserer Aktionen!
Der freie Zugang zu Abtreibungen ist ein wichtiges Element der uneingeschränkten Selbstbestimmung der Frauen über ihren Körper. Das bedingungslose Recht auf Selbstbestimmung der Frauen ist Grundvoraussetzung für die Überwindung der heterosexistischen und repressiven Gesellschaftsordnung.
Wir rufen deshalb am 10.10.2009 in München auf zu wunderschönem, buntem und energischem Protest!

Am 14.11. in München: Antifa Action Day

Geschichtsrevisionismus ist in den letzten Jahren zu einem äußerst attraktiven Betätigungsfeld für die extreme Rechte geworden. Ganz offen wird hierbei auf nationalsozialistische Begriffe wie das „Heldengedenken“ zurückgegriffen. Durch die Umdeutung von Akteur_innen, Orten und Begriffen soll der historische Nationalsozialismus als Ganzes rein gewaschen werden. So versuchen Nazis eine extrem patriarchale, rassistische, antisemitische und ausbeuterische Gesellschaftsordnung auch für die Gegenwart wieder denkbar zu machen. Verhindern wir jegliche Form der Verherrlichung des Nationalsozialismus und der Verdrehung der Geschichte!
Eine konsequent antifaschistische Politik muss die sexistischen, rassistischen, militaristischen, nationalistischen und kapitalistischen Verhältnisse in ihre Kritik mit einbeziehen, die den extrem rechten Ideologien und Organisationen als Nährboden und Anknüpfungspunkte dienen. Das Nazis nicht getrennt von dem gesamtgesellschaftlichen Kontext der bürgerlichen Gesellschaft betrachtet werden können, wird bei jedem Naziaufmarsch ganz konkret sichtbar: Es sind die Großaufgebebote der Polizei, die permanent irgendwo in diesem Land öffentliche Auftritte von Nazis erst möglich machen und antifaschistischen Widerstand kriminalisieren.

Deshalb wollen wir am Antifa Actionday u.a. mit einer Demonstration gegen die Nazis und gegen den sexistischen, rassistischen, kapitalistischen Normalzustand, sowie gegen jegliche Form der Soldat_innenverherrlichung und des Militarismus vorgehen.