Ich hatte die Geschichte schon irgendwann mal gehört, aber nun hat Erik Spiekermann es mal in seinem Blog ziemlich gut dokumentiert:
Laserdrucker drucken für das menschliche Auge zunächst nicht wahrnehmbar Datum, Uhrzeit und Seriennummer der Druckers auf jede Seite!
Bei seinen Recherchen war er auf ein Gerücht gestoßen, nach dem Farblaserdrucker diverser Hersteller angeblich auf Geheiß der US-Regierung auf jede Seite einen unsichtbaren Geheimcode drucken, der ein minutengenaues Datum und die Seriennummer des Geräts enthält. Außerdem hätte die EEF.org (Electronic Frontier Foundation, Defending Freedom in the Digital World) diesen Code für Xerox-Drucker geknackt.
[…]
Der Code existiert und ist tatsächlich gelb, aber natürlich mit bloßem Auge ohne optische Werkzeuge nicht zu sehen. Bei ca. 6facher Vergrößerung UND vorhergehender Verstärkung der Sichtbarkeit kann man allerdings eine richtige Tabelle erkennen und entsprechend beschriftet – vertikal die Spaltennummerierung und links die Aufschlüsselung nach dem Binärsystems – auch verstehen
Den ganzen Artikel mit Beweisbildern gibt’s im SpiekerBlog.
Ich vermute, dass wenn wer ihre Identität (bzw. die eines Laserdruckers) nicht preisgeben möchte, sollte es ausreichen, ein Blatt 1-2 durch einen Handelsüblichen Kopierer zu jagen, da so minimale Kontrastunterschiede dann verloren gehen sollten.
Allerdings hinterlassen Kopiergeräte ebenfalls einen solchen Zeitstempel. So ist zumindestens die Gesetzgebung in den USA, nach dem 11. Sept.
Da die Verfolgungsbehörden ebenfalls wissen wollen in welchem Kopieshop ein entsprechendes Dokument entstanden ist.
Fundierte Quellen habe ich dazu allerdings nicht gefunden. Kommt aber in diversen amerikanischen Krimiserien vor. ;-D
Bei der eff gibts ne Liste mit Druckern, die die getestet haben. Mal so ins blaue (gelbe?) gedacht: ein kleines Progrämmchen (könnte mit TeX gehen), das postscripts mit zufällig verteilten gelben punkten erzeugt – genauer: ein zufällig erzeugtes Raster von der gleichen Grösse wie das Muster, und das über die Seite verteilt + Rauschen – und damit alle gedruckten Seiten watermarken?
p.s. würde „wenn schon n3rd, dann richtig, nicht heissen jetzt chon ein kleines Paper zu den Eigenschaften, die so ein Zufallsgenerator haben müsste, geschrieben zu haben? Nebst etwas Code zu genrierung, und natürlich dazu wie die entsprechende Pipe aussieht? Ich frag ja nur.
nerdismus ist immer eine Frage der Perspektive bzw. des Spezialgebiets und IT ist definitiv nicht ganz mein Fachbereich. Und zu meinem Motto gehört ja auch ein Titel, der das in den korrekteren Kontext stellt.
Früher hatten Nerds auch Spezialgebiete, alle innerhalb der IT …
Jedenfals gibts bei Schneier einen Artikel mit kurzer Diskusion über Gegenmassnahmen, und vor zwei Jahren gabs mal Diskussionen ob sowas in Europa überhaupt legal ist. Fazit: illegal, scheissegal, wegen ein paar bunter Punkte und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird nicht der Import von Druckern unterbunden.
guck mal in deinen spam, da ist mein letzter comment gelandet.
medium:
hab’s rausgefischt