Achtung bei Laserdruckern!

Ich hatte die Geschichte schon irgendwann mal gehört, aber nun hat Erik Spiekermann es mal in seinem Blog ziemlich gut dokumentiert:
Laserdrucker drucken für das menschliche Auge zunächst nicht wahrnehmbar Datum, Uhrzeit und Seriennummer der Druckers auf jede Seite!

Bei seinen Recherchen war er auf ein Gerücht gestoßen, nach dem Far­blaser­drucker diverser Her­steller ange­blich auf Geheiß der US-Regierung auf jede Seite einen unsicht­baren Geheim­code drucken, der ein minuten­ge­naues Datum und die Seri­en­num­mer des Geräts enthält. Außer­dem hätte die EEF.org (Elec­tronic Fron­tier Foun­da­tion, Defend­ing Free­dom in the Dig­i­tal World) diesen Code für Xerox-Drucker geknackt.
[…]
Der Code existiert und ist tat­säch­lich gelb, aber natür­lich mit bloßem Auge ohne optis­che Werkzeuge nicht zu sehen. Bei ca. 6facher Ver­größerung UND vorherge­hen­der Ver­stärkung der Sicht­barkeit kann man allerd­ings eine richtige Tabelle erken­nen und entsprechend beschriftet – ver­tikal die Spal­tennum­merierung und links die Auf­schlüs­selung nach dem Binärsys­tems – auch ver­ste­hen

Den ganzen Artikel mit Beweisbildern gibt’s im SpiekerBlog.
Ich vermute, dass wenn wer ihre Identität (bzw. die eines Laserdruckers) nicht preisgeben möchte, sollte es ausreichen, ein Blatt 1-2 durch einen Handelsüblichen Kopierer zu jagen, da so minimale Kontrastunterschiede dann verloren gehen sollten.


7 Antworten auf “Achtung bei Laserdruckern!”


  1. 1 b@b.de 10. April 2010 um 22:54 Uhr

    Allerdings hinterlassen Kopiergeräte ebenfalls einen solchen Zeitstempel. So ist zumindestens die Gesetzgebung in den USA, nach dem 11. Sept.

    Da die Verfolgungsbehörden ebenfalls wissen wollen in welchem Kopieshop ein entsprechendes Dokument entstanden ist.

    Fundierte Quellen habe ich dazu allerdings nicht gefunden. Kommt aber in diversen amerikanischen Krimiserien vor. ;-D

  2. 2 nerd 21. April 2010 um 15:27 Uhr

    Bei der eff gibts ne Liste mit Druckern, die die getestet haben. Mal so ins blaue (gelbe?) gedacht: ein kleines Progrämmchen (könnte mit TeX gehen), das postscripts mit zufällig verteilten gelben punkten erzeugt – genauer: ein zufällig erzeugtes Raster von der gleichen Grösse wie das Muster, und das über die Seite verteilt + Rauschen – und damit alle gedruckten Seiten watermarken?

    p.s. würde „wenn schon n3rd, dann richtig, nicht heissen jetzt chon ein kleines Paper zu den Eigenschaften, die so ein Zufallsgenerator haben müsste, geschrieben zu haben? Nebst etwas Code zu genrierung, und natürlich dazu wie die entsprechende Pipe aussieht? Ich frag ja nur.

  3. 3 medium 21. April 2010 um 15:50 Uhr

    nerdismus ist immer eine Frage der Perspektive bzw. des Spezialgebiets und IT ist definitiv nicht ganz mein Fachbereich. Und zu meinem Motto gehört ja auch ein Titel, der das in den korrekteren Kontext stellt.

  4. 4 nerd 21. April 2010 um 20:39 Uhr

    Früher hatten Nerds auch Spezialgebiete, alle innerhalb der IT …

    Jedenfals gibts bei Schneier einen Artikel mit kurzer Diskusion über Gegenmassnahmen, und vor zwei Jahren gabs mal Diskussionen ob sowas in Europa überhaupt legal ist. Fazit: illegal, scheissegal, wegen ein paar bunter Punkte und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird nicht der Import von Druckern unterbunden.

  5. 5 nerd 22. April 2010 um 16:10 Uhr

    guck mal in deinen spam, da ist mein letzter comment gelandet.

    medium:
    hab’s rausgefischt

  1. 1 Achtung bei Kopierern! « medium – wenn schon n3rd, dann richtig! Pingback am 21. April 2010 um 12:39 Uhr
  2. 2 Medien, Sicherheit und Spuren « bikepunk 089 Pingback am 22. April 2010 um 14:33 Uhr
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