Blitzkrieg oder nachhaltige Kolonialisierung?

Nach der Pause verschliefen die Deutschen wieder den Einstieg: vielleicht ist das der Antizyklus, den Löw von Klinsmann unterscheidet. Dem war der Blitzkrieg ja näher als die nachhaltige Kolonialisierung der gegnerischen Hälfte.

Zitat Frédéric Valin für Spreeblick

Ob Spreeblick jetzt auch den (verdienten) Shitstorm wie’s ZDF bekommt?
Wahrscheinlich leider nicht.


9 Antworten auf “Blitzkrieg oder nachhaltige Kolonialisierung?”


  1. 1 nico 14. Juni 2010 um 0:26 Uhr

    schön dass man auch gleich das blitzkrieg 2 computerspiel über deine google-ads kaufen kann.

  2. 2 fred 14. Juni 2010 um 11:07 Uhr

    Erklärst Du mir, was an Blitzkrieg und innerer Reichsparteitag so schlimm ist? Ich würd mich gern mitaufregen.

  3. 3 medium 14. Juni 2010 um 11:22 Uhr

    Ich find’s irgendwie gar nicht schlimm, eher sogar ganz unterhaltsam, wenn die Leute, die unkritisch von/über die WM berichten und so scheinbar kein Problem mit dem dem verkrampft-unverkrampften Schland-Fahnen-Gewedel haben, selbst die unpassenden Nazi-Parallelen aufmachen.

  4. 4 fred 14. Juni 2010 um 11:29 Uhr

    Kein Problem mit dem Fahnengeschwenke: Klick und Klick.

    Unkritische Berichterstattung: Klick.

    Als Beispiele.

    Und warum ist der Vergleich unpassend?

  5. 5 Antideutsch to the Bone 14. Juni 2010 um 12:50 Uhr

    Die Reminiszenzen zum NS passen doch sehr gut, lassen tief blicken und man kann sehen wie sehr Deutschtum und Nationalsozialismus in der deutschen Volksseele verankert ist. Dass das bei einer Fußball-WM bei der es sehr um die Belebung der nationalen Identität geht, hochkommt ist keine Überraschung. http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsparteitag
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blitzkrieg
    http://de.wikipedia.org/wiki/Generalplan_Ost Tja, was daran schlimm ist 2010 unkritisch NS-Gedankengut zu verbreiten und zu verharmlosen? Es zeigt einem zumindest wieder dass man im falschen Land lebt. http://media.de.indymedia.org/images/2010/06/283892.jpg

  6. 6 medium 14. Juni 2010 um 16:36 Uhr

    @fred:
    Den Podcast hab ich jetzt keine Zeit zu hören, aber aufgrund der anderen beiden Artikel kann ich die im Kommentar geäußerte Kritik in der Form zurücknehmen.

    Der Kommentar im Spielbericht geht aber trotzdem nicht.
    Da ich jetzt grad nicht so viel Zeit hab, verweis ich einfach mal auf einen Kommentar von Fresh Price, der im großen und ganzen auch so darauf zutrifft.

  7. 7 fred 14. Juni 2010 um 16:48 Uhr

    @medium Ich bin dafür, Fussballberichterstattung als Pop zu sehen. Ironisch, distanziert, wenns gut läuft, überraschend und inspiriert; ich möchte Fussbalberichte lesen, die sich anhören wie eine saubere Plattenkritik.

    In dem Zusammenhang fühle ich mich von der Distanzlosigkeit, die fresh price KMH vorwirft, nicht getroffen. Ich versuche, die KMH-Debatte durch Überspitzung zu persiflieren. Wenn Du so willst, ist das meine kleine ganz alltägliche Subversionsmethode.

  8. 8 Gustl 14. Juni 2010 um 18:49 Uhr

    Ah, die „postmoderne Ironie“ wie sie gerade auch im Popjournalismus beliebt ist. Ich kann mich so rassistisch, sexistisch oder in diesem Fall in NS-Bezügen äußern und keiner darf sich ans Bein gespisst fühlen, weil falls mich doch mal jemand ernst nimmt, ist dann ja immer alles nur ironisch.

  9. 9 fred 14. Juni 2010 um 20:54 Uhr

    @Gustl Ich fühl mich nicht ans Bein gepisst. Der Vorwurf, ich hätte mich rassistisch geäußert, ist nur erkennbar falsch. Ironie heißt nunmal Verstellung, es macht also nicht viel Sinn, sie wörtlich zu nehmen.

    Man kann dem Pop einiges vorwerfen, dass er defätistisch ist, feige, selbstverliebt, ausschließend. Die Rassismus-Debatte auf Pop zu begründen ist aber imho nicht sehr zielführend. Lohnender wäre da tatsächlich eine Auseinandersetzung mit Sarrazin oder neuere Beispiele für den Extremismus der Mitte.

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