Archiv für Juni 2010

Public Viewing Reichsparteitag

Seit gestern regelmäßiger Google-Treffer hier: Public Viewing Reichsparteitag. Da sind wohl ein paar Suchende etwas zu spät.

Traumjob

Traumjob

WTF Wertmüller?

Eben flatterte bei mir folgender Termin durch den Feedreader:
SDAJ Wertmüller

Ich hatte schon davon gehört, u.a. hatte allophilia schon darüber berichtet, allerdings hätte ich den Termin jetzt nicht wirklich der SDAJ zugeordnet. Ich bin verwirrt.

Naja, egal wie’s is, dokumentier ich an der Stelle einfach mal ein inzwischen 5 Jahre altes Flugblatt aus Hamburg, das (leider) nichts an Aktualität eingebüßt hat:

Bad weather over Hamburg –
Time to take out an umbrella!

Kein Podium, keine Diskussion, keine Veranstaltung mit Sexisten!

Für den 25.2.05 laden die „Antideutsche Gruppe Hamburg“ und die Gruppe „Bad Weather“ den Bahamasredakteur J. Wertmüller zu einer Diskussionsveranstaltung „Jihad und multikulturelle Gesellschaft“ nach Hamburg ein.
Wie mittlerweile allgemein bekannt sein dürfte handelt es sich bei Wertmüller (wie auch bei anderen Personen der Redaktion Bahamas) um ebenso notorische wie polemische Sexisten und Rassisten.

Which part of no is it you don’t understand?
In verschiedenen Texten der Publikation Bahamas (z.B. „Infantile Inquisition“ von Wertmüller/Krug Bahamas Nr. 32 und die Sondernummer „Sexualität“ Nr. 34) werden in einem unerträglichen Stil sexualisierte Gewalt gegen Frauen bagatellisiert, Täter zu Opfern verkehrt und die Definitionsmacht von Frauen in Fällen sexualisierter Gewalt massiv angegriffen und kategorisch abgelehnt.
Bahamas und insbesondere Wertmüller übernahmen unter anderem mit diesem unsäglichen Text eine antifeministische Rammbockfunktion für (vermeintlich linke) Sexisten jeglicher Couleur.
Vor dem Hintergrund eines gesamtgesellschaftlichen Backlash in Bezug auf von der Frauenbewegung erkämpfte Errungenschaften ist auch die Marginalisierung antisexistischer Positionen in der radikalen Linken zu verstehen.
So ist es denn auch zu erklären, dass nach einer klaren Positionierung pro Definitionsmacht, einer antisexistischen Praxis und der generellen Verankerung anti –patriarchalen Bewusstseins hier in der Regel vergeblich gesucht werden muss.
Während Frauenhäuser und –beratungsstellen massivsten Kürzungen ausgesetzt sind und sexualisierte Gewalt gegen Frauen ein nach wie vor tabuisiertes Massenphänomen ist, gibt es in der radikalen Linken keine nennenswerte Diskussion hierzu, von einer politischen Praxis gar nicht erst zu reden. Und in den Fällen, in denen wegen eines konkreten Falles sexualisierter Gewalt
dann doch eine Diskussion stattfindet, ist das, was dabei an Argumenten zu Tage kommt in der Regel mehr als schauerlich.

Talking is over, asshole!
Wer diese Zustände ignoriert oder sich gar, wie Justus Wertmüller, zu ihrem Apologeten macht, in dem er Vergewaltiger zu Opfern stilisiert und Vergewaltigungen zu „Lust machen“ (Zitat Bahamas Nr.32) umdeutet, der hat auf Veranstaltungen der radikalen Linken aber auch nicht das Geringste zu suchen!
Wir sind an dieser Stelle weder bereit noch halten wir es für notwendig, sich en detail mit den Argumentationsmustern oder einzelnen Texten von Wertmüller oder Bahamas auseinander zusetzen. Dies ist unseres Erachtens bereits zu Genüge passiert .

Is it really all about Israel?
Eine Kritik an der geplanten Veranstaltung von „Bad Weather“ und der „Antideutschen Gruppe“ kann durchaus abstrahiert von ihrem Thema stattfinden. Denn es geht in dieser Kritik eben nicht um eine Positionierung zum Thema „Jihad“, sondern um die allem Anschein nach provokative Einladung eines Referenten, der getrost als sexistischer und rassistischer Reaktionär bezeichnet werden kann. Eine andere Referentin einzuladen wäre wohl jederzeit möglich gewesen, war aber anscheinend gerade politisch weder von „Bad Weather“ noch von der „Antideutschen Gruppe“ gewollt.
Unabhängig davon, was wir von dem Inhalt der Einladung zu der Veranstaltung halten:
Es geht uns keineswegs darum, Diskussionen um Antisemitismus & Antizionismus zu verhindern, ganz im Gegenteil. Mit der Wahl des Referenten diskreditieren die einladenden Gruppen jedoch von vornherein gerade diese Diskussion!

Sorry, jetzt doch was zur Vuvuzela

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, die ganze Vuvuzela-“Debatte“ hier getrost zu ignorieren, wurde doch über diese Plastiktröten schon viel zu viel ziemlich unkluges (und vereinzelt sogar doch was kluges) geschrieben.
Als ich dann allerdings den folgenden Nerdismus-Absurditäts-Overkill fand, musste dann doch ein Post her.

via The One Ring

Ich schließ mich an.

Deutschland vom Platz fegen

Rockerkrieg eskaliert

„Rockerbanden“ wie die Hells Angels gingen ja seit längerem mal wieder durch die Medien.
In Allershausen wurden die Auseinandersetzungen mit den Hells Angels nun allerdings auf eine völlig neue Ebene gehoben.

Am frühen Sonntagmorgen hat ein junger Mann sein Auto samt Anhänger am Gelände des Motorradclubs bei Allershausen abgestellt. Er war nur mit einer Bermudashort bekleidet und trug einen Hundewelpen auf seinen Armen. Den warf er den Rockern entgegen, zog seine Shorts herunter und reckte ihnen sein blankes Hinterteil entgegen. Anschließend flüchtete der Mann über eine Wiese in Richtung der nahen Autobahn.

Auf der A9 angekommen, stieg er nach Angaben der Polizei an einer Baustelle in einen Radlader, fand offenbar den Schlüssel dafür vor und brach in dem Fahrzeug Richtung München auf. Dass sich hinter ihm ein fünf Kilometer langer Stau bildete, kümmerte den jungen Mann nicht weiter.

Die ganze Meldung bei der Süddeutschen Zeitung lesen

Der Soundtrack zum nächsten 1000-Kreuze-Marsch

White crosses on the church lawn, I want to smash them all.
I want to smash them all.

Und noch ein paar Ergänzungen dazu aus einem Against Me! Forum:

It is a pro-choice song, because the white crosses at that church in St. Augustine are supposed to represent the „lives“ killed by abortion. A „pro-government tyranny“ (errr…. pro-life) group set up a similar thing here in Atlanta at Georgia Tech. It pissed me off then, so I can relate to the song.

this song is fucking awesome. abortion is illegal in ireland so pre teen rape victims have to hop on a plane in order to get it done, its fucked up. the only people in politics i‘m aware of here thats pro choice are the communists. Irish politics ftw

Bei Chartattack gibt es einen (englischsprachigen) Artikel mit ein paar konkreten Infos zum Hintergrund des Songs.

True Blood

It’s an imperfect show, sure, but it’s great popcorn TV for absurd, horny feminists.

In den USA ist am Sonntag die neue Staffel True Blood gestartet und bei Feministe soll es nach jeder Episode einen Tuesday True Blood Roundtable geben.
Tuesday True Blood Roundtable: Bad Blood (S03E01)

Adorno zur Fußball-WM


via aponaut

Apple homophob

Gizmondo berichtet über Zensur im Apple Store, bei der offensichtlich homophob it zweierlei Maß gemessen wird.

Freizeitkiffer

lawblog: Berlin: Rechtssicherheit für Freizeitkiffer

„Splitterbombe“

Es gibt ein neues Video der „Splitterbombe“, was das ganze nun nochmal deutlich harmloser (aber auch seltsamer) wirken lässt, als es eh schon war.