Mir gärtnerplatzt der Kragen!

In seinem Post München: Latte-Macchiato-Gemeinschaft im Glockenbachviertel setzt sich Andrej Holm mit einem Artikel über Gentrification im Glockenbachviertel auseinander.
Der Artikel von Jonathan Fischer erschien bei jetzt.de, einem Portal der Süddeutschen Zeitung. Er trägt die Überschrift Mir gärtnerplatzt der Kragen! .

‚Willkommen im Viertel ihr Arschlöcher‘, verkünden Aufkleber in der Isarvorstadt. Oder: ‚Mir gärtnerplatzt der Kragen‘. Eine Anti-Gentrifizierungs-Bewegung wie sie bei der Besetzung des Gängeviertels in Hamburg sichtbar wurde oder Solidaritätsaktionen nach dem Muster der in Berliner Kiezen organisierten Mietstreiks findet man in München kaum. Zumal die politischen Verantwortlichkeiten kaum durchschaubar sind.

So nett der Bezug zu diesen Aufklebern ist, so sehr scheitert der Artikel an dem Versuch, eine klar definierte Gruppe an Verantwortlichen/Schuldigen zu finden. Am Ende ist halt alles doch nur ein Werk der bösen Spekulanten.

Interessant ist da vielleicht noch, dass der Aufkleber-Spruch, der für die Überschrift zitiert wurde, meines Wissens nach das erste Mal am 30. April auf der Antikapitalistischen Demonstration le monde est à nous! auftauchte.
Mir gärtnerplatzt der Kragen
Der Slogan lies sich sicherlich im Kontext der Demonstration auf Prozesse wie Gentrification beziehen, denkbar wäre aber auch ein Bezug auf das Freidrehen der Münchner-Polizeipressestelle im Januar, als ein paar Betrunkene, die ein paar Autospiegel abtraten, zum Randalierenden Mob mit Baseballschlägern erklärt wurden.
AZ: Randalierer attackieren Luxusautos am Gärtnerplatz
Bild: Wilde Zerstörungswut – Punker-Randale gegen Autos am Gärtnerplatz