Archiv für Oktober 2010

Optimus Prime vs. Jesus

Zur Feier des Tages noch der Beleg, warum Nerds schon immer cooler als Christen waren:
Jesus
via k3

Oder so

ProLife
via Fail Blog

Bert ist schwul!

Zu gut:

Die Twitter-Nachricht von Berts angeblichen Coming-out ging im Juni weitgehend unter. Auf der offiziellen Twitter-Seite der „Sesamstraße“ verglich sich Bert vor vier Monaten mit Mr. T aus dem A-Team. Er habe die gleiche Frisur wie der Schauspieler, allerdings mit einer Ausnahme: „The only difference is mine is more ‚mo‘ and a little less ‚hawk‘.“ „Mo“ ist im amerikanischen Englisch eine Abkürzung für „Homo“, „Hawk“ bedeutet Falke – oder in diesem Zusammenhang Macker.

Quelle: queer.de

Das Stottern überwinden, um gegen die Nazis Krieg zu führen

Großartiger Cast!

via 5 Filmfreunde

never going home

Nächste Woche Donnerstag (4.11.) gibt es einen spannenden Vortrag mit …never going home im Kafe Marat: Die Deutschen und ihre Toten – Entlastende Erzählungen und ihre nationale Funktion

A Simple Concept

Concept

Nur nochmal zur Erinnerung:
Samstag Christenfundis nerven!

via Not That I Had Better Things To Do
An dieser Stelle auch ganz liebe Grüße zurück

Christina Schröder erklärt Deutschenfeindlichkeit


via Analyse, Kritik & Aktion

WaWes

Wasserwerfer im Wandel der Zeit

Evolution of Geek


via /film

Karl Held ist tot

Nazis, Militarismus und Männlichkeit

Das Abfeiern deutschen „Soldatentums“ ist in diesem Kontext sowohl Ausdruck als auch Mittel zur Festigung und Durchsetzung nationalsozialistischer Ideologiefragmente. Die deutschen Armeen waren nicht nur für die kriegerische Politik Deutschlands notwendig. Männliche Soldaten waren die gesellschaftliche Vorbildrolle schlechthin im Nationalsozialismus.
Von Partei bis hin zur Jugenderziehung in Hitlerjugend (HJ) und Bund deutscher Mädel (BDM), vom Kulturbetrieb bis zur Alltagssprache waren so gut wie alle gesellschaftlichen Institutionen nach militärischem Vorbild aufgebaut und daran ausgerichtet. Das Prinzip des Kampfes und des Krieges hatte grundlegende Bedeutung.
Die Welt durch eine klare Grenzziehung zwischen „Wir-Gruppe“ und „den Anderen“ einzuteilen ist ein Kernelement von Ungleichheitsideologien wie dem Nationalsozialismus. Beim Militär findet diese zweigeteilte Logik ihren Ausdruck im Denken in „Kameraden“ und „Feinden“ ². Ein Dazwischen gibt es nicht.
Militarismus findet sich nicht nur bei Nationalsozialist_innen. Zwar ist die Wehrmacht beim Gros der hiesigen Bevölkerung nicht mehr allzu hoch angesehen, aber militärische Tugenden finden dennoch ein nicht unerhebliches Echo. Männlichkeitskult, Disziplin oder Gehorsam bestimmen nicht nur die Naziszene oder die Bundeswehr sondern weit mehr gesellschaftliche Bereiche.
[…]
Es greift zu kurz, Militarismus ohne den Bezug auf den Faktor Geschlechtlichkeit zu kritisieren. Geschlechter sind nichts naturgegebenes; sie sind sozial konstruiert, von Menschen gemachte Verhältnisse. Heutige Vorstellungen von „männlich“ und „weiblich“ sind zweigeteilt, Menschen sollen hiernach entweder „Männer“ oder „Frauen“ sein. Beiden werden gegenteilige Eigenschaften zu- beziehungsweise abgesprochen. Durch die Einteilung in „Männer“ und „Frauen“ werden alle Menschen in ein Hierarchiesystem gestellt. Hinzu kommt, dass es nichts außerhalb dieser Logik geben soll. Menschen, die den herrschenden Geschlechterlogiken nicht entsprechen oder nicht entsprechen wollen erfahren dafür mitunter massive gesellschaftliche Sanktionierungen.
Das Militär ist eine spezifische Form männlicher Zurichtung. Ihm unterliegen klar als „männlich“ konstruierte Eigenschaften, wie Macht, Dominanz, Härte, Disziplin und Gehorsam, männerbündelnde Kameradschaften, (waffen-)technologisches Expertentum und aggressiv-gewalttätiges Verhalten.
Der Faktor der Männlichkeit beim Militär ist auch an dessen Kehrseite erkennbar. So wird Kriegsdienstverweigerung häufig mit „unmännlichen“ Attributen, wie Feigheit, Inkonsequenz oder Schwäche dargestellt. Ebenso waren und sind sexualisierte Gewalt und Krieg immer miteinander verbunden. Kein Krieg findet ohne systematische Übergriffe und Vergewaltigungen statt. Und nicht erst seit den Folterungen von Abu Ghraib kommt es zu sexualisierter Gewalt gegen Gefangene als Mittel zur Erniedrigung und Unterwerfung.
Normative Vorstellungen von Männlichkeit sind nichts Statisches. Sie stehen innerhalb diskursiver Felder und sind stetigen internen – mal kleineren, mal größeren – Wandlungen unterworfen. Es gibt verschiedene Vorstellungen dessen, was als „männlich“ gelten darf, die teilweise auch in Konkurrenz zueinander stehen. So sind die stetig abnehmenden Zahlen derer, die sich bei der Bundeswehr verpflichten, sicherlich kein Indiz dafür, dass die hiesigen Verhältnisse weniger patriarchal geworden sind. Krieg wurde und wird auch nicht ausschließlich von „Heteromännern“ geführt (siehe dazu Fußnote 1) und Frauen dürfen jetzt auch den „Dienst an der Waffe“ tun. Dennoch sind die zugrunde liegenden Prinzipien und Machtstrukturen trotz verschiedener Wandlungen immer noch männlich-patriarchal.
Antimilitaristische Praxis muss gegen die konkreten Ziele, Institutionen und Organisationen ebenso vorgehen wie gegen deren elementare Prinzipien wie eben Männlichkeit und das mit dem Blick auf Transformation, Wechselwirkungen und Widersprüche.

Den ganzen Aufruf lesen
Action Day

Männerclub


via Shakesville