Archiv für April 2011

Unterhaltsames aus München

Unterhaltsames aus München

Are you ready to piss off some christians?


via Nerdcore

An dieser Stelle liebe Grüße nach Freiburg heute abend.

Vielleicht auch ein Grund

„Schickt mir nach Möglichkeit bald noch etwas Pervitin.“ – mehrfach bat der junge Soldat Heinrich Böll, wie ihn ein Spiegel-Artikel zitiert, per Feldpost seine Familie um Nachschub des Mittels, das in der Drogenszene heute eher als „Meth“ oder „Crystal“ bekannt ist. Deutschlands erster Literaturnobelpreisträger der Nachkriegszeit erleichterte sich damit den Dienst im besetzten Polen. Wie viele seiner Kameraden. Die Droge Methamphetamin, seit 1934 unter dem Handelsnamen Pervitin in den Berliner Temmlerwerken hergestellt, fand während des Zweiten Weltkriegs millionenfache Anwendung (die Alliierten setzten dagegen eher auf Amphetamin, vulgo Speed).

Telepolis: Fliegen auf Drogen

Solange es Antisemitismus gibt, muss es auch Israel geben

Ist Israel nicht ein Staat? Ja, Israel ist zweifellos ein Staat und staatliche Ordnungen sind auch weiterhin keineswegs das Ziel aller Träume und auch die aktuelle israelische Regierung ist für mich auch nicht allzu sympathisch, aber die Idee, die hinter der Staatsgründung Israels steckt, einen Schutzraum gegen Antisemitismus zu schaffen, nachdem dieser in der Shoa seinen Höhepunkt fand, ist auf jeden Fall unterstützenswert. Und solange es Antisemitismus gibt, muss es auch Israel geben. Daher ist eine anarchistische Israelsolidarität vielleicht weniger als Solidarität mit einem bestimmten Staat, sondern mehr als Unterstützung einer staatsgewordenen Idee zu verstehen. Denn Israel heute aufzulösen, hätte katastrophale Folgen, ist also nicht diskutabel. Ich wüsste da einen Haufen anderer Staaten, die aufgelöst werden sollten, vielleicht der Iran oder die Bundesrepublik, oder auch Kolumbien, Russland, usw. usf.. Und an der Auflösung der Bundesrepublik ließe sich doch heute schon arbeiten.

Das undogmatische Anarcho-Blog!: Die antisemitische Internationale

Ich will!

Ich hab ja bisher hier rumgeblogt, ohne je was dafür zu verlangen, aber irgendwann ist mal Schluss.
Ich erwarte, dass sich unter den Leser_innen irgendein Mäzen befindet der_die mir folgendes Gerät schenkt:

via Nerdcore

Anti-Nazi-Action und ein Wiese

Am Montag fand seit langem mal wieder eine öffentliche Aktion der Münchner Naziszene statt: ihr alljährliches Zündelopa-Gendenken. Über den Abend an sich gibt es bisher scheinbar nur kurze Zeitungsmeldungen, die die Polizeipressemitteilung abschreiben.
Was dort relativ lahm klingt ging dann ja doch ganz gut ab :D

Neben dem durchaus unterhaltsamen über- und unterirdischen Actionpart war aber vor allem interessant zu sehen, dass die Crème de la Crème Münchner Rechtsterroristen anwesend waren, namentlich Karl-Heinz Statzberger, Thomas Schatt und Obernazi Martin Wiese. Interessant ist das insoweit, als das diese drei untereinander alle ein mehrjähriges Kontaktverbot haben.
Das ihnen das offensichtlich ziemlich egal ist, ruft nun sogar Charlotte Knobloch auf den Plan.

Wer mehr über die aktuellen Entwicklungen der Münchner Naziszene erfahren will: Am 5. Mai gibt’s laut einem Flyer wieder ein Antifa-Café im Kafe Marat dazu.

You found me (10)

nackte frau als medium
Bin dann doch eher selten nackt und eher selten frau, aber trotzdem schön, dass du mich gefunden hast.

wenn schon schwul dann richig
Ganz oder gar nicht? Und kann man auch „nicht richtig“ schwul sein?

timo tasche warum
Ja, warum nur?

Alle Waffen SS Divisionen und die Kommandeure
Nö, hier gibt’s nur auf’s Maul.

bad reichenhall oberbürgermeister
Der ist hoffentlich bald ordentlich genervt. Ich bin’s aber (leider?) nicht.

masturbieren eine Sünde
Falls dir noch niemand auf deine Frage geantwortet hat: Nein.

Etwas weniger unterhaltsam sind diverse Googletreffer mit pädophilem Inhalt, die in letzter Zeit hier landen. Wobei es wohl immer noch besser ist, die Suchenden landen hier als woanders.

Nazi-Hetze bei der Linkspartei

NPD-Blog: Nazi-Hetze bei der Linkspartei

„Wenn du im grünen Block stehst, ist alles um dich herum dein Feind“

An der spitze linker Demos marschiert ein Trupp harter Schläger. Detlef P. lief jahrelang dort mit, prügelte sich mit Demonstranten, versprühte Pfefferspray, schlug mit Schlagstöcken. Hier erzählt er seine Geschichte.

Von Rosa Carolines
Wenn er in den Spiegel blickt, sieht Detlef P. seine Vergangenheit: Die lange rote Narbe, die sich schräg unter dem linken Auge über sein Gesicht zieht. Dort, wo ihn der Schlagstock eines Kollegen traf. Die vielen verheilten Schnitte und Platzwunden an Armen und Beinen sieht man zumindest nicht auf den ersten Blick.

Detlef P. war ein Gewalttäter. Ein Polizist. Ein Schläger in Uniform. Detlef P. war im grünen Block.

Zwanzig Jahre lang mischte der Familienvater bei Ausschreitungen mit, bei Anti-Nazi-Demos, bei Prügeleien mit Demonstranten, Barrikadenkämpfen, Straßenschlachten. Was die Berliner Polizei nach jedem 1.Mai „Gewaltexzesse“ nennt, war für Detlef P. Arbeitsalltag.
„Ich war getrieben von purem Hass auf Linke“ – sagt der 41-jährige Polizei-Aussteiger – und man fragt sich, was daran erschreckender ist: Dass ein junger Mann Hass auf etwas verspüren kann, von dem er die meiste Zeit seines Lebens wohl höchstens im Rahmen der Schulpflicht Kontakt hatte. Oder, dass es in einer Zeit, in der der Kapitalismus das Leben aller Menschen bedroht, immer noch Menschen gibt, die zum Aufrecht erhalten dieser Ordnung anderen Menschen in aller Öffentlichkeit die Köpfe einschlagen wollen.

weiterlesen bei Der letzte Schrei
via brennessel

„Sense is something you can‘t make sense of until you‘ve been to the future and spend time there.“

This is madness!

Elijah Wood, Danny McBride, Seth Rogen, Susan Sarandon, Stanley Tucci, Will Arnett, Adam Scott, Rainn Wilson, Shannyn Sossamon, Steve Buscemi, Amy Poehler, Mary Steenburgen, Alicia Silverstone, Laura Dern, Milo Ventimiglia, Jason Schwartzman, Chloë Sevigny, Kirsten Dunst, David Cross, Orlando Bloom, Will Ferrell, John C. Reilly, Jack Black, Adam Horovitz, Mike D, Adam Yauch,…

Kunst und Kultur

Wäre nun das Ästhetische bloß die Form und das Politische der Inhalt, so wären beide trefflich vereint in einer „Ökonomie“, einer „ordentlichen Verwaltung des Hauses“ (die man den Göttern ebenso wie den Philosophen und den weisen Herrschern zugeschrieben hat, ehe die Kapitalisten sie in die Hände bekamen): Alles was sich lohnt zu errichten, um dem absehbaren und vorhergesagten Untergang entgegen zu wirken: Schönheit und Ordnung als Mittel, die Zeit vor dem Jüngsten Gericht zu verlängern.

So sagt eine einfache Formel, Faschismus sei zunächst eine „Ästhetisierung des Politischen“, auf die eine linke und humanistische Reaktion die „Politisierung des Ästhetischen“ sei. Das klingt einleuchtend, beschreibt aber noch lange nicht das Schlachtfeld, auf dem sich die beiden mehr oder weniger strategischen Impulse treffen. (Und natürlich ist das eine wie das andere auch Rückzugsgebiet für die „Geschlagenen“: Die Intellektuellen, die sich an der Politik einen blutigen Kopf – oder sogar blutige Hände – geholt haben, ziehen sich in die Kunst zurück; die Kunst, die an der Welt gescheitert ist, zieht sich ins Politische zurück – und wird „Kultur“.)

Kultur aber ist, da sind sich wiederum Linke und Rechte beinahe einig, „wie der ganze Mensch lebt“, und das heißt eben: Kultur ist weder was gutes noch was schlechtes, sondern es ist eben der Versuch des Menschen in einer Gesellschaft zu leben, oder es ist ein Versuch der Gesellschaft, mit den Menschen zu leben (man weiß gar nicht, welcher von beiden Seiten die Sache schwerer fällt; zum Zynismus neigen am Ende doch beide).

Das Schönste an Deutschland ist die Autobahn: Das Ästhetische und das Politische (I)

Jungs mit Nagellack

Der Genosse, dem dieser Post gewidmet ist, dürfte wissen, dass das für ihn gepostet wurde :D

A recent J. Crew promotional email showed a picture of the company’s president and creative director Jenna Lyons laughing with her 5-year-old son, Beckett. A bottle of Essie nail polish is juxtaposed with their photo. The caption of this spread reads, “Lucky for me I ended up with a boy whose favorite color is pink. Toenail painting is so much more fun in neon.” For most, this image, shown at left, depicts a loving mother and her son sharing a fun and sweet moment together, but some social conservatives have labeled the image as “blatant propaganda celebrating transgendered children.” This statement comes from an article written by Erin R. Brown for the website of the Culture and Media Institute, whose mission is to “prove – through sound scientific research – that liberal bias in the media does exist and undermines American values.” The article begins, “J. Crew, a popular preppy woman’s clothing brand and favorite affordable line of first lady Michelle Obama, is targeting a new demographic – mothers of gender-confused young boys.” Brown goes on to suggest that Beckett has been somehow exploited by people pushing “liberal, transgendered identity politics.” Psychiatrist and Fox News contributor Keith Ablow also wrote an article on the topic. He went even further than Brown, calling the image “a dramatic example of the way that our culture is being encouraged to abandon all trappings of gender identity—homogenizing males and females when the outcome of such ‘psychological sterilization’ is not known.”

fbomb: The J. Crew Controversy