Smash Homophobia!


via awesome

Gestern war Internationaler Tag gegen Homophobie. Aus diesem Anlass wurde in den USA der ziemlich homophobe Wahrscheinlich-Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich geglittert:

via Kotzendes Einhorn

Und lantzschi kotzt sich an diesem Tag bei der Mädchenmannschaft mal so richtig aus, wie Heteros sie oft nerven.

Ich würde mich auch riesig darüber freuen, wenn Heteropärchen nicht ständig meiner Partnerin und mir die Sitze in der U-Bahn streitig machen oder unseren Sitzplatzgewinn mit verständnislosen Blicken à la “Hallo, wir sind Heteros, wir gehören zusammen, wir müssen immer alles zusammen machen, auch sitzen” kommentieren würden.

Die Kommentarspalte darunter macht dann auch ziemlich gut deutlich, wie kaum reflektiertes Privilegiert-Sein einen scheinbar solidarisch gemeinten Support schnell zur Scheinheiligkeit werden lässt.
Darüber reflektiert lantzschi dann auch nochmal ausführlich in ihrem eigenen Blog Medienelite:

Welcome to my world, Darling!

Mal davon abgesehen, dass ich im Text eigentlich niemanden persönlich anspreche, außer mich selbst und meine eigenen Wahrnehmungsverzerrungen, finde ich die empörten Reaktionen doch ziemlich bemerkenswert. Ich ärgere mich nicht darüber, ehrlich gesagt, habe ich mit solchen Reaktionen gerechnet.

Neben dem, dass es als anmaßend empfunden wurde, was ich da so vom Stapel ließ, mussten die Empörten auf ihre eigenen Diskriminierungserfahrungen hinweisen. Auf die gefährliche Welt, in der sich heterosexuell lebende Cisgender so bewegen. Hooray! Da wurden gleich Rassismen ausgepackt und Oppression Olympics gespielt. Offenbar stellt es für viele eine Unverfrorenheit dar, nicht über die Erfahrungen zu sprechen, die heterosexuell lebende Cisgender machen. Oder mal nicht Diskriminierungen anzusprechen, von denen heterosexuell lebende Cisgender betroffen sind (Anmerkung: von den gleichen Diskriminierungserfahrungen sind auch solche betroffen, die nicht in diese Gruppe passen + noch ganz andere Dinge). Es muss also am liebsten immer mit ihnen und über ihre Probleme gesprochen werden, aber bloß nicht über sie als Gruppe. Und es sollte schon vorher mit ihnen geklärt werden, ob das Thema auch nach allen Seiten abgeklopft und von ihnen legitimiert wurde.

Danke @Nadine für diese spannenden Gedanken die mich mal wieder dazu gebracht haben, mir bei einigen Gedankengängen an die eigene Nase (bzw. den eigenen Privilegienpenis) zu fassen.

Hmm, okay, ich mag ja den Ausdruck „Privilegienpenis“, aber wenn ich den so in die Metapher einbau, klingt das auch irgendwie seltsam und missverständlich. Ich glaub ich mach dann hier besser mal Schluss, bevor’s noch schlimmer wird ;)