Archiv für Juli 2011

Geschlecht in der Werbung


via Mädchenblog-Twitter

Gegen Abschiebungen – Für globale Bewegungsfreiheit

Eine Demo mitten durch den Flughafen? Das wird ein grandioser Spaß!

Millionen Urlaubsreisenden gilt das “Tor zur Welt” als Sprungbrett ins erholsame Vergnügen, Geschäftsleuten dient das Luftverkehrskreuz wie selbstverständlich beim zunehmend globalen Marketing. Für die Grenzpolizei ist der Flughafen vor allem EU-Außengrenze, gleichermaßen Kontrollposten und Abschiebeplattform. Dementsprechend erleben Tausende von MigrantInnen und Flüchtlinge schon bei ihrer Ankunft den Flughafen München als Nadelöhr für rassistische Kontrollen und Internierung oder später als Endstation vor der Abschiebung.

Aufruf bei der antifa nt

Sommerhit!

Johnny Mauser & Captain Gips – On A Journey feat. Marie Curry from Paul Gredig on Vimeo.

Was hat euch Sauron eigentlich getan?

[…]throughout the entire 2000-hour run of the Jackson trilogy, we couldn‘t find a single reason why everyone demonized Sauron like he was a debt-collecting pedophile. Yes, he was building an army to advance on Middle Earth. But who was in that army? What were they fighting for?

This was a world where Orcs were used as target practice among elvish communities. The elves loved that shit. Sauron put a stop to that by offering all the underprivileged creatures a place in his non-race-exclusive army (the only nonsegregated force in Middle Earth other than the Fellowship), with promises of their own country in the future. After what he did for the orcs and the goblins, Sauron was just some towering, mace-wielding folk hero.

Of course the humans and elves couldn‘t have that, because if orcs moved-in next door to them, their houses‘ property value would go down. After all, these creatures are dark and smelly and have weird voices. They must be murdered on sight.

We hear a lot about freedom, and the free peoples of Middle Earth standing up to Mordor. What do we mean by „free?“ They‘re certainly not fighting for Democracy — each kingdom is a monarchy where the people have no say over what the leader does as long as that leader possesses the right genes. And overwhelmingly it seems like what those leaders like to do is shit on the Orcs, and the countless other minorities who Sauron was able to recruit onto his side.

What you were seeing in these films was not an unprovoked act of aggression, undertaken just for the hell of it. You were seeing generations of pent-up frustration by oppressed minorities, harnessed by a leader they could get behind. What Sauron did was nothing more than try to cut out a piece of that Middle Earth dream for himself and his followers, and find land that doesn‘t require them to live under a continuously erupting volcano.

His methods were violent and there were excesses — as you see in every revolution. But if Middle Earth doesn‘t take a moment to understand why Sauron was able to draw tens of thousands of disenfranchised individuals to his cause, then they‘re destined to fight the same war all over again, as soon as the next Sauron shows up.

Cracked: 9 Famous Movie Villains Who Were Right All Along

Der Untergang der Zivilisation

Es sind PI-Kommentare wie dieser, die angesichts der jüngsten Ereignisse in Norwegen aufhorchen lassen: „Multikulturalismus ist Völkermord wie der Holocaust, nur subtiler“. Ein anderer Leser ergänzt: „Wenn der Islam nicht bekämpft und ausgerottet wird, ist das der Untergang der Zivilisation“.
[…]
Auf dem Blog werden in hysterischer, pathologisch fragwürdiger Art und Weise, Angstszenarien propagiert, die auf den ersten Blick so lächerlich erscheinen, dass viele Menschen die Gefahr die von ihnen ausgeht, nicht ernst nehmen wollen. Doch diejenigen, die als Leser bleiben, radikalisieren sich, wiegeln sich gegenseitig auf, ergötzen sich an Gewaltphantasien und Kommentierungen, die man zu Recht anderswo nicht posten dürfte.
[…]
Wer einerseits muslimische Mitbürger wegen mangelnder Sprachkenntnisse oder ihrer kulturellen Gewohnheiten als ungleich erachtet, andererseits aber so genannte „gut integrierte“, ja nahezu assimilierte Migranten als „fünfte Kolonne“ der Unterwerfung Europas unter den Islam brandmarkt, dem ist in Gesprächen nicht mehr rational zu begegnen. Das geschlossene Weltbild schafft sich seine eigenen Fakten, seine eigenen Realitäten fernab des Wahren.

Störungsmelder: PI-News: Das Hassblog der Rechtspopulisten

Holy atomic pile, Batman! It’s Bat‘n'Roll!


via Minds Delight

Wann ist ein Bursche ein Mann?

Wann ist ein Bursche ein Mann?

Brüder im Geiste

Anders Behring Breiviks, der mutmaßliche Doppelattentäter von Oslo, war kein Neonazi. Eine Zeit lang war er in der rechtspopulistischen norwegischen Fortschrittspartei aktiv. Die ist ein Vorbild für rechtspopulistische Parteien in Deutschland. Das politische Milieu ,dem Breivik entstammt, gibt es auch in Deutschland – und es wächst.
[…]
Was Pro NRW und Die Freiheit eint, ist eine schon fast paranoide Angst vor dem Islam. Jeder Neubau einer Moschee wird als drohender Beginn des Untergangs des Abendlandes gewertet. Die Kritik am Islamismus hat vor allem einen Sinn: Nicht seine autoritären Denkmuster in Frage zu stellen sondern Rassismus zu kaschieren. Denn autoritäre Denkmuster sind der Kern der Rechtspopulismus.

Eines der zentrales Medium der Rechtspopulisten in Deutschland neben der Postille “Junge Freiheit” die Online-Plattform „PI-News“. PI-News besteht vor allem aus Nachrichten über Ausländerkriminalität, der drohenden Islamisierung und zu großem Einfluss linker Ideen. Die geheuchelte Sympathie gegenüber Israel hat nur den Zweck, sich das Image der geläuterten Rechten zu geben.

Ruhrbarone: Breiviks deutsche Brüder im Geiste

für die persönliche Entwicklung weißer Helden

Mississippi Burning ist längst zu einem Modellfall, zu einem oft zitierten Referenzwerk für politisch liberale, humanistisch und progressiv gestimmte Hollywoodfilme geworden. Deren Bemühung um eine Dramatisierung der mißlichen Position sozial benachteiligter Minoritäten krankt aber häufig daran, daß sie aus (oft kommerziellen Beweggründen) nicht anders können, als von weißen Protagonisten zu erzählen, die angesichts der Ungerechtigkeit, die andere Ethnien erfahren, Schuldgefühle entwickeln und sich im Laufe des Films zur Rettung derselben durchringen müssen. Die Minderheitengruppen selbst bleiben passive, verängstigte Opferfiguren, die nicht mehr zu tun haben, als auf die Erlösung von bösen weißen Männern durch gute weiße Männer zu warten. Ihre eindimensionale Figurenzeichnung als unfreiwillige Märtyrer, spirituelle Unschuldslämmer und Auslöser für die persönliche Entwicklung weißer Helden prangerten nicht wenige Historiker und Kritiker schon bei Richard Attenboroughs Segregationsdrama Schrei nach Freiheit aus dem Vorjahr an.

Schnitt: Whitewash

Deutscher Alltag

Und trotzdem hat Alberto, der 2008 vom Bund als „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet wurde, Schwedt jetzt verlassen. Als im März, bei einem Fußballspiel seines 17-jährigen Sohnes, ein Gegenspieler ihn als „Negersau“ beschimpfte und drohte, „ich schlag dich tot“, war Schluss. Alberto zog vor wenigen Tagen nach Karlsruhe. In Schwedt suchte er seit Jahren erfolglos einen Job – und bekam Ehrenämter: Ausländerbeauftragter, Jugendclub-Leiter, Fußballtrainer. In Karlsruhe arbeitet er jetzt in einem Kindergarten.

Der Wegzug des einzigen schwarzen Ausländerbeauftragten Brandenburgs – er hat Schwedt eine heftige Rassismus-Debatte eingebrockt. Bürgermeister Jürgen Polzehl (SPD) gibt sich zerknirscht. Er wolle rassistische Vorfälle in Schwedt gar nicht verschweigen. „Aber wir haben immer hinter Herrn Alberto gestanden.“ Polzehl erzählt vom Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, von einer „toleranten Stadt“ – auch gegenüber der „handvoll Leute mit dunkler Hautfarbe“. Albertos Vorwürfe seien „ein bisschen überspitzt“, „nicht nachvollziehbar“.

taz: Der Kämpfer gibt nach 21 Jahren auf
via anders deutsch

Oslo

Der vermeintliche Täter Anders Behring Breivik entspricht dem Prototyp eines neuen Rechten, wie es ihn auch in Deutschland tausendfach gibt – nationalistisch, islamkritisch, rassistisch, internetaffin. Ein Mann, der in Deutschland wohl Kommentator des PI-Blogs wäre und Sarrazin bejubeln würde. Die Saat des Hasses geht nun auf. Wer geglaubt hat, dass die fortwährend hetzenden grau melierten Biedermänner keine Brandstifter hervorbringen würden, hat sich getäuscht. Es ist wohl nur dem relativ rigiden deutschen Waffenrecht zu verdanken, dass “unsere” Sarrazin-Jugend ihrem Hass vor allen online frönt.

Der Spiegelfechter

Der mutmaßliche Attentäter von Oslo und Utöya gehört zur rechten Szene Ostnorwegens, ein islamistischer Hintergrund der Wahnsinnstat mit mehr als 90 Toten gilt mittlerweile als ausgeschlossen. In deutschen Medien waren Experten schnell mit der Einschätzung zur Stelle, es handele sich um Al Kaida o.ä. – anders die Fachleute in Norwegen, die eher auf Ähnlichkeiten zum Anschlag von Oklahoma verwiesen. Letztere sollten recht behalten. In Deutschland machen sich derweil Neonazis über die zumeist jugendlichen Opfer in Norwegen lustig.

“Abt. Schlimmer Finger: Gewalttätiger Anti-Sozialdemokratenprotest in Norwegen” – diese Überschrift wählte Altermedia aus Stralsund für seinen Artikel. Und weiter: “Sozialdemokraten scheinen auch in Norwegen nicht beliebt zu sein, woran das nur liegen kann?” Die größte Sorge des Betreibers aus Stralsund: Repressionen gegen die Neonazi-Szene auch in Deutschland.

NPD-Blog

Beste Schlagzeile ever!


via Oire Szene