Archiv der Kategorie 'Queer-/Feminism'

Nachtrag zum Slutwalk

That’s fucking gay!

Know the feeling

Geschlecht in der Werbung


via Mädchenblog-Twitter

Kameraüberwachung historisch

1912 kaufte sich Scotland Yard zum ersten mal eine Kamera, um damit Leute zu überwachen und abzufotografieren. Und gegen wen wurde diese Maßname zum ersten Mal eingesetzt?
Mafiastrukturen? Drogenschmuggler? Terroristen?

Nö, die Sufraggettes.

Geschlechter(be)stimmungen


via Passive Aktion

Burschis immer rechter

Kommers

Auf den Kommers der „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ (BG) am kommenden Wochenende in München hatte ich ja schonmal gelegentlich hingewiesen. Jetzt wird sie Sache immer brisanter. Denn im ziemlich rechten Burschidachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) gibt es scheinbar eine Art Putschversuch durch mehrere Burschenschaften der noch rechteren BG. Nachdem sie mit ihren offensichtlichen Bestrebungen, die DB mit einem geforderten „Ariernachweis“ für alle Mitglieder noch weiter nach rechts zu ziehen, vorerst keinen Erfolg hatten, liegen nun der Frankfurter Rundschau Dokumente vor, die

belegen, dass dem Verband ein Putsch droht. Demnach arbeiten in der extrem rechten Burschenschaftlichen Gemeinschaft zusammengeschlossene Verbindungen, die sich in dieser Woche zu einem Festkommers in München treffen, an einer Strategie, um auf dem Burschentag 2012 alle Verbandsämter zu übernehmen.
[…]
Laut einem Strategiepapier, das der FR vorliegt, arbeitet die Karlsruher Burschenschaft Tuiskonia gemeinsam mit den Raczeks daran, die Führung im Verband an sich zu reißen („…übernehmen wir halt den Laden…“). Dafür müsse man nach einer „kurzen Analyse“, was diesmal falsch gelaufen sei, eine „Roadmap“ bis zum nächsten Burschentag erstellen, heißt es darin. So brauche es eine „konsequente Focusierung auf unsere Ziele“, ein „Schattenkabinett“ und ein „Soll-Tätigkeitsprofil für jedes Amt“.

Nötig sei auch eine „klare Strategie“, wie sich die Burschenschaftliche Gemeinschaft verhalte, wenn der umstrittene Mannheimer Verbindungsbruder 2012 für ein Verbandsamt kandidiere. „Da wir ja erlebt haben, dass der linke Mob die Diskussion gar nicht annimmt, (…) müssen wir davon ausgehen, dass wir 2012 (…) alle Ämter besetzen müssen/werden.“ Mit dem „linken Mob“ sind anscheinend die Gemäßigteren unter den Burschen gemeint.

Zum Kommers selbst gibt es inzwischen auch bei Indymedia noch einen ausführlichen Artikel, der nochmal die grundsätzlichen Hintergründe beleuchtet.

Desweiteren hat die autonome Gruppe aka_muc inzwischen auch eine Homepage, wo sich ein weiterer Artikel zu Geschichte und Ideologie deutscher Burschenschaften finden lässt.

Und inzwischen gibt es auch ein nettes (etwas langes) Mobivideo für die Demo am Samstag:

Zum Hintergrund der Burschis

Sie wollen die »Ostgebiete« jenseits der Oder und Neiße wiederhaben, und manche wollen nur »Volksdeutsche« in ihren Reihen. Aber wer will die Deutschen Burschenschafter, wenn selbst die Münchner Sudetendeutsche Landsmannschaft sie nicht will?

Das haben sich die Aktivas und Alten Herren von der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) sicher anders vorgestellt. Am kommenden Samstag wollten sie ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Kommers feiern – der offiziellen Form des verbindungsstudentischen Kneipenabends. Dort wird feierlichen Reden gelauscht und nach genauen Tischregeln und althergebrachten Riten gesoffen, was das Vaterland hergibt.

Abgehalten werden sollte die Festivität in den Räumlichkeiten der sudetendeutschen Landsmannschaft in München. Doch deren Haus bleibt den Korporierten verschlossen: Der Vertriebenenverband kündigte den Mietvertrag, da die BG den Vertriebenen schlicht zu rechts sein dürfte und sie um ihre staatliche Finanzierung fürchten. Das geht aus internen Papieren hervor, die ND vorliegen. Die Sache ins Rollen gebracht hatten die bayrischen Grünen mit einer kleinen Anfrage im Landtag. Diese hätten als »verlängertes Sprachrohr von a.i.d.a. fungiert, einer linksextremen Münchener Antifa-Organisation« agiert, heißt es bei der BG. Tatsächlich hatte die »Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München«, kurz a.i.d.a., bereits Mitte Juni mit einer aufklärenden Artikelserie über die BG begonnen.

Neues Deutschland: Wer will die Korporierten?

Wegen dem Burschikommers am Samstag gibt es bereits am Mittwoch einen sehr spannend klingenden Vortrag im Kafe Marat:

Wann ist ein Bursche ein Mann?
„Mensur ist Menstruationsneid“ lassen Feminist_innen in Österreich wissen. Mannbarkeitsbewahrung, Treueschwur und Zeichen der Wehrhaftigkeit in einem meint hingegen die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG).
Die patriarchale Lebenswelt Studentenverbindung und die antifeministischen Schlussfolgerungen der Deutschen Burschenschaft, die daraus entspringen, sind Gegenstand dieses Vortrags.

Viel zu tun

Diesen Samstag:
CSD

Nächsten Freitag- & Samstagabend:
Festival

Dazwischen noch eben:
BashBack

Und dann am 13. August:
SlutWalk

Gay Scientists Isolate Christian Gene


via Kotzendes Einhorn

In diesem Sinne: Am Samstag auf zum Rosa/Schwarzen-Block auf dem Münchner CSD

Erster großer Erfolg gegen Burschis

Für den 16. Juli 2011 hatte die rassistische, deutschnationalistische “Burschenschaftliche Gemeinschaft” (BG) einen so genannten “Festkommers” – also eine Feier von Burschenschaften, bei der traditionellerweise Lieder gesungen und Reden gehalten werden – angekündigt und als Veranstaltungsort das “Sudetendeutsche Haus” in der Münchner Hochstraße gewählt. Nun wurde bekannt, dass der Vorstand der “Sudetendeutschen Stiftung” seine Überlassungszusage wieder zurückgenommen hat und die BG somit knappe 3 Wochen vor dem Kommers ohne Veranstaltungsort da steht.

weiterlesen bei Bash Back

Let’s get it on!

Zu den Aktionen gegen den Burschikommers in 3 Wochen in München ist ein weiterer Aufruf erschienen, in dem die Demonstration als queer-feministisch angekündigt wird. Das klingt doch sehr nett. Also entstaubt eure Kleider, eure Bärte, euren Glitter & get dressed.

Gegen Macker und Sexist_innen!

Antisexismus darf sich nicht nur in Texten und in Phrasen ausdrücken – um den sexistischen Normalzustand zu überwinden, gilt es Patriarchat und Zweigeschlechtlichkeit immer und überall anzugreifen. Antisexismus fängt bei uns selbst an. Wir sind alle sozialisiert innerhalb der zweiteiligen und hierarchischen Geschlechterordnung. Um diese zu überwinden, müssen wir auch die Machtverhältnisse innerhalb unserer eigenen Beziehungen, unserer Aktionen und in unserem Alltag hinterfragen und sichtbar machen. Männliche Dominanz, Macker- und Heldentum gibt es auch innerhalb einer emanzipatorischen Linken. Dabei möchten wir nicht mit dem Finger auf andere zeigen, sondern möchten eine solidarische, konstruktive und selbstkritische Auseinandersetzung. Es geht uns auch nicht darum, militante Aktionsformen als „mackerhaft“ zu diffamieren, sondern um ein Konzept von Militanz, das für jede_n zugänglich ist. Militanz drückt sich für uns in der Unversöhnlichkeit, in der „offenen Feindschaft“ mit den bestehenden Verhältnissen aus – und nicht darin, bestimmte Aktionsformen über andere zu stellen, wie laut oder wie stark wir sind und wie groß unsere Opferbereitschaft ist.

Let’s get it on!

Wir möchten die Burschenschaften in all ihren widerwärtigen Facette angreifen! Gleichzeitig soll diese Demonstration ein Raum sein, in dem sich alle – unabhängig davon in welchem Geschlecht wir sozialisiert sind und wie wir uns selbst bezeichnen – wohlfühlen! Der Umgang mit der Kategorie „Geschlecht“ enthält immer auch eine Handlungsperspektive. Geschlecht konstruiert sich maßgeblich durch Normen und normkonformes Verhalten. Durch Kleidung, Körperhaltung, Ausdruck reproduzieren wir jeden Tag Geschlecht auf’s Neue. Aber genau diese Normen können auch immer wieder auf’s Neue gebrochen werden. So soll diese Demo einen Rahmen bilden, der es ermöglicht kollektiv diese Normen zu brechen.