Archiv der Kategorie 'Olympia2018'

Schade, München, alles ist vorbeit!

Ich danke ganz herzlich dem unglaublich aktiven AOK, dass mit seiner intensiven und harten Arbeit im Hintergrund diesen Triumph erst möglich gemacht hat.

Gewalt, Morddrohungen & Olympia

Die Olympischen Winterspiele 2018 sollen wohl mit allen Mitteln nach Bayern geholt werden.

In dem Brief, der Andrea Keller per Post ins Haus geflattert war, wurde erschreckend konkret gedroht, die Olympia-Geger zu erschießen, wenn sie ihr Bürgerbegehren weiter verfolgen. „Den Abschluss des Volksbegehrens überlebt ihr drei nicht“, heißt es nach Angaben von Axel Döring, Kreisvorsitzender des Bundes Naturschutz in Garmisch-Partenkirchen, in einem Brief. Der anonyme Absender nenne als potentielles Opfer Döring selbst, seinen Stellvertreter Andreas Keller und einen Schumann von den „ganz schlauen Grünen“. Gemeint ist vermutlich der Grünen-Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann, einer der Sprecher des Bündnisses Nolympia.
[…]
In den vergangenen Wochen ist der Streit um Olympia im Oberland zunehmend eskaliert. Einer Anwohnerin, die sich weigern will ihre Grundstücke zu verkaufen, wurden die Scheiben ihres Autos demoliert.

by mucbook

Still waiting for the AOK…

Inspiration für 2018


Anarchistischer Hürdenlauf

Während sich am Wochenende in Deutschland alle (linken,/autonomen/whatever) Blicke nach Dresden richteten, war in Kanada die Eröffnung der Olympischen Winterspiele das große Thema.
Ein breites Bündnis aus „indigenous people, anarchists, anti-poverty activists, environmentalists, and others“ versuchte den Fackellauf zum Stadion zu verhindern. Das klappte leider nicht ganz, aber zumindest musste der Lauf scheinbar weit umgeleitet werden. Natürlich kein Thema für unsere Medien.

So war auch ich dann auch eher überrascht über den ausgiebig bebilderten Bericht dazu bei CrimethInc., der nach feiner Action aussieht.


Anarchistisches Bowling

Olympia in München?

München und Garmisch-Patenkirchen wollen die Olympischen Winterspiele 2018 veranstalten.
Wie das so mit historischen Rückbleibseln ist, hatte ich schon mal erwähnt.
Ein autonomes AOK oder ähnliches ist bisher noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Dafür haben sich zumindest schonmal einige Münchner Bürger_innen zum Netzwerk NOLYMPIA 2018 zusammengeschlossen. Die Homepage gibt allerdings noch nicht viel Informationen preis, weder über eine prinzipielle politische Verortung, noch eine artikulierte Kritik an den Olympischen Spielen und der Bewerbung Münchens.
Ein erstes Statement des Netzwerks (auf Englisch) hat der Sportjournalist Jens Weinreich in seinem Blog dokumentiert.
In diesem Statement liegt der Schwerpunkt der Kritik vor allem im Natur-/Heimatschutz. Ein verstärkter Repressionsapparat wird zwar kurz erwähnt, aber weder als solcher benannt, noch wird daran eine fundierte Kritik geübt, ähnlich wie bei der kurzen Beschreibung sonstiger Umstruktuierungsprozesse.

Was nicht ist, kann aber sicherlich noch werden. Und bestimmt kommt dann auch noch ein ordentliches AOK mit dazu, um vielleicht auch noch, äh, weitere Akzente setzen in Kritik und Widerstand setzen zu können.

via mucbook

Aufarbeitung auf Bayrisch

Und schon wieder muss ich Abi-Bild verlinken.
Dort gibt es einen spannenden Artikel über Garmisch-Partenkirchen. Die Gemeinde bewirbt sich zusammen mit München für die Olympischen Winterspiele 2018. Das ist auch praktisch, weil dort fanden ja schonmal 1936 die Winterspiele statt und die Geschichte drumherum wurde auch mit einem schönen Gedenkbuch der Stadt aufgearbeitet:

Herausgeber der Schrift ist der Historiker Gert Sudholt, 66, ein Stiefsohn des einstigen stellvertretenden NSDAP-Reichspressechefs Helmut Sündermann. Sudholt leitet die Verlagsgesellschaft Berg, die seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird, er veröffentlicht Bücher, in denen die deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg abgestritten wird. Sudholt ist Referent der „Gesellschaft für freie Publizistik“, der größten rechtsextremistischen Kulturvereinigung in Deutschland. Er hatte den Text eines Holocaust-Leugners verbreitet und dafür 1993 einige Monate im Gefängnis gesessen, drei Jahre bevor er im Auftrag der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen jene Festschrift herausgab, die jetzt von Bürgermeister Schmid als Beleg für vorbildliche Aufarbeitung präsentiert wird.

Es wird wohl nun auch in Bayern mal Zeit für ein ordentliches AOK!