Tag-Archiv für 'berlin'

Kreuze fällen

Vergangenen Samstag fand in Berlin ein Marsch der selbsternannten „Lebensschützer“ statt.
Bericht dazu vom Gegenbündnis
Linksammlung zu weiteren Berichten bei im*moment*vorbei

In 1 1/2 Wochen gibts den Spaß dann auch in München.
Dazu ist jetzt ein nettes kleine Video aufgetaucht:

Demoparolen gegen Sexismus?

In den nächsten Tagen finden ja in Berlin und München Aktionen gegen die sog. „Lebensschützer“, extrem reaktionäre Abtreibungsgegner_innen, statt.
In der linken Blogsphäre hat Bikepunk diesbezüglich sogar eine Städtewette ausgerufen, die im*moment*vorbei angenommen hat.
Ich habe gerade mal ein wenig im Netz gesurft auf der suche nach guten antisexistischen/antipatriachalistischen/feministischen Demoparolen und ich habe überhaupt nix gefunden. Es gibt zwar auf verschiedenen Internetseiten Demoparolensammlungen, aber dieser Themenbereich fehlt überall völlig. Woran das liegt wäre zu diskutieren, mich interessiert aber jetzt gerade, ob von den paar Menschen, die tatsächlich diesen Blog lesen, wer die eine oder andere gut rufbare Parole kennt.

Brennende Autos

Schlicht, aber deutlich:
brennende-autos.de

Ein letztes Mal

Nur noch heute Abend, dann ist der EM-Schmonz endlich vorbei.

Ich hatte ja bereits auf Ausschreitungen im Anschluss an das Halbfinale Türkei – Deutschland verwiesen.
[Dresen 1] [Dresden 2] [Berlin] [Bamberg]

Auch in anderen Städten ist einige Scheiße passiert. So zogen in München nach dem Spiel etwa 70 Neonazis mit Reichsfahnen und Parolen wie „1, 2, 3 – Ausländerfrei!“ durch die Stadt.
In Hannover wurde (wie wahrscheinlich auch in vielen anderen Städten) die Türkische Hymne massiv ausgepfiffen. Als antinationales Statement war dies sicherlich nicht zu verstehen.
Und das Netz gegen Nazis berichtet:

Auch in Leipzig kam es nach dem Abpfiff zu Schlägereien zwischen deutschen und türkischen Fans. Rund 30 Personen haben sich laut Polizei an den Auseinandersetzungen beteiligt. Mehrere Personen hätten Schnitt- oder Platzwunden davon getragen. In Chemnitz gingen Hooligans auf Polizisten los. Sechs Beamte wurden verletzt und mehrere Polizeiautos beschädigt.

Und ich habe noch einen Bericht gefunden über einen massiven Naziübergiff am selben Abend in der Niedersächsischen kleinstadt Nordhorn.

Ohne jede Vorwarnung wurde einem Jugendlichen einen Schlag ins Gesicht verpasst, so dass dieser zu Boden viel. Der Kopf eines anderen Mannes wurde erst gegen einen Holzpfahl, der in der nähe stand, und danach gegen ein Schild gedonnert. Der Mann verlor für kurze Zeit das Bewusststein. Danach machten die Nazis Jagd auf die anderen Jugendlichen.
Ein Jugendlicher wurde von einem Nazi zwei mal zu Fall gebracht und selbst als dieser auf den Boden lag, wurde mehrfach auf diesen eingetreten.
Danach ließ dieser Nazi von seinem Opfer ab und verfolgte mit seinem anderen Kameraden die noch übrigen Jugendlichen.

Über einige dieser Geschichten und noch weitere Städte berichtet Secarts:

Einen ähnlichen Übergriff gab es in Thüringen: Nach dem Spiel scherten drei junge Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren in Brotterode im Landkreis Schmalkalden-Meiningen aus einem Autokorso aus, hielten vor einem Dönerladen und verprügelten den Besitzer, wie die Polizeisprecher mitteilte. Der 21-Jährige wurde am Kopf verletzt.

In der Innenstadt von Hannover skandierten Fans von Hannover 96 in der Nacht antisemitische Parolen. Die 21 Männer im Alter von 16 bis 22 Jahren wurden vorübergehend festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Gegen alle wurden Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Zwischenfälle gab es auch in München und Hamburg: In St. Pauli griff eine Gruppe deutscher Fans einen türkischen Wagen an. Als Polizeibeamte eingriffen, seien sie von umstehenden Deutschen mit Flaschen beworfen worden, erklärte die Polizei. In der bayerischen Landeshauptstadt pöbelten vereinzelt Personen aus dem rechten Spektrum türkische Fans an, wie die Polizei mitteilte. In Köln nahm die Polizei laut N-TV eine Gruppe Hooligans fest. Die Männer seien als äußert gewaltbereit bekannt und hätten immer wieder Schlägereien angezettelt, teilte die Polizei mit.

Wer weitere Berichte aus anderen Städten hat, darf sie gerne als Kommentar posten.

Schlecht gespielt…

…und doch (leider) gewonnen hat gestern die deutsche NationalMANNschaft.
Aus lauter Unverkrampftheit und Freude haben in Dresden daraufhin 30-40 Nazis erstmal ein paar Dönerbuden zerlegt.
[edit]Noch ein ausführlicherer Indyartikel dazu.[/edit]

Da „alle“ das Spiel gesehen haben, nutzen einige kluge Menschen die Ablenkung geschickterweise um ein Monsanto-Genfeld zu befreien.

Jetzt warten „alle“ auf das Finale gegen „den Russen“ im Spiel um den Endsieg.

[edit2]
Inzwischen gibt es bei Indy auch weitere Berichte über Nazistress auf „Fanmeilen“:
Berlin
Bamberg
[/edit]

Fahnensportliga

Jaja, immer dieser Fußball.
Bikepunk hat einen Beitrag zum Fahnensport und was da so Verfahren für einige Menschen nachkam, die angeblich dazu aufgerufen haben sollen.
Am selben Tag wurde auf Indymedia ein Aufruf zum Capture the Flag für Berlin veröffentlicht (sowie weitere Städte in den Kommentaren).

Und es gibt inzwischen auch den manchmal ganz unterhaltsamen Blog Fans gegen Deutschland, der unter anderen auf 2 Texte verweist, die Fußball mit Marxschen Methoden analysieren. [1] [2]

Bild

Das Bild eine eher mäßig-gut recherchierte Publikation ist, dürfte den meisten Mnschen klar sein. Immer wieder zeichnet sich dieses Batt durch diverse -ismen und -phobien aus. BildBlog-Betreiber Stefan Niggemeier hat in seinem eigenen Blog ein paar dieses Mechanismen mal genauer angeschaut. So berichtet er in dem Beitrag Heuchler den Fall eines aus dem Libanon stammenden „Deutschland sucht den Superstar“-Kandidaten. Dieser wurde duch Bild als Homosexueller „geouted“, später konnte dann die „Bild am Sonntag“ darüber berichten, dass eben jener Kandidat aufgrund des Outings um das Wohlergehen seiner Familie im Libanon fürchten muss. Dabei wird die Quelle des Outings nicht genannt.
Doch neben Homophobie gepaart mit falschem Mitleid, ist Bild sich auch nie zu schade rassistische Vorurteile zu schüren und zu fördern:
Wie Bild Ausländerfeindlichkeit fördert

Zum Abschluss dieses Posts jetzt noch ein sehr schön gemachtes Video, dass für den 1. Mai in Berlin mobilisieren will, wobei natürlich Menschen aus dem süddeutschen Raum eher nach Nürnberg fahren sollten.