Tag-Archiv für 'propaganda'

Individuell und nicht kommerz?

DU bist Mittweida!


via Fontblog

Vor allem diese schlüssige Logik!
„Feier dich selbst und reiß Bäume aus! DU bist der Baum!“
WTF?

Feiern mit der Polizei

Die einen machen’s so:

Über die andern schreib die Polizei München:

Eine gegen 01.20 Uhr dort eintreffende Polizeistreife stellte fest, dass dort tatsächlich etwa 200 Jugendliche bzw. Heranwachsende eine Party feiern. In der Mitte der Unterführung war ein DJ-Pult aufgebaut, davor standen einige Kästen Bier. Für die Stromversorgung sorgte ein Aggregat.
[…]
Währenddessen dröhnten aus dem Tunnel „Buh-Rufe“, schließlich wurden Gesänge angestimmt, in denen die Polizisten beleidigt wurden.
Schließlich mussten die Polizeibeamten feststellen, dass in der Zwischenzeit ihr Streifenwagen nicht unerheblich beschädigt worden war. So war die Scheibe der Fahrertür mit einem Stein eingeworfen, die hintere linke Tür ebenfalls durch einen Steinwurf beschädigt. Außerdem waren mit schwarzem Filzstift u.a. auf die hinteren Türen Schriftzüge mit beleidigendem Inhalt aufgebracht worden.

Nachdem weitere Einsatzkräfte der Polizei zur Unterstützung am Einsatzort eingetroffen waren, wurde die Party für beendet erklärt. Von etwa 80 Partybesuchern konnten noch die Personalien überprüft werden. Die übrigen Gäste hatten sich bereits entfernt.

Die einzig wahre Wahrheit

Aus der Großen Volkrepublik Nordkorea reisten 40 000 Fans an und feierten den Sieg ihres Teams gegen die chancenlose Auswahl aus Brasilien.

via Kraftfuttermischwerk

Schulden? Nicht abschwitzen!


via tous et rien

Das muss wa(h)re Liebe sein


via David Stripinis

Deutsche Uniformen

Autsch!

Lufthansa Werbung
via Coffee And TV

Bild mag’s dialektisch

Oder wie ist sonst folgender Satz zu verstehen?

Ganz undialektisch hatten die Burschen einfach zusammengedonnert, was Räder hat: Porsche, Mercedes, VW, Motorroller, Mini. […] BILD rät: Für die nächste Sozialneid-Orgie einfach wieder nach Berlin trampen.

Quelle

Nachtrag: Der angeschmierte Designer

Eine Ergänzung zum Artikel Der politische Designer bei Linksunten:

In der Nacht vom 27. auf den 28. Dezember haben wir den Bürokomplex an der Zürichstrasse 98 in Dübendorf, in welchem die Werbe- und PR-Agentur GOAL ihren Sitz innehat mit Farbe verschönert.

Nach der Abstimmung um das Minarettverbot vom 29. November kam es zu lautstarken Protesten gegen die rassistische Politik der SVP und Konsorten. Diese tragen wir weiter, indem wir den Sitz der Werbe- und PR-Agentur GOAL, die seit Mitte der 90er-Jahren für die faschistoide Propaganda der SVP verantwortlich ist, angriffen.

Geschäftsführer von GOAL ist Alexander Segert. Er hat seine Karriere beim Rechtsaussen-Blatt „Schweizerzeit“ begonnen und zeichnet sich seit nun bereits 14 Jahren für die Hetz- und Angstmacher-Kampagnen der SVP aus. Von ihm stammen zum Beispiel die Schwarzen-Schafe-Plakate, welche von Neonazi-Parteien in ganz Europa übernommen wurden. Zudem zeichnet sich Segert mitverantwortlich für die Landtagswahl-Kampagne der FPÖ-Vorarlberg von 2009, in welcher die FPÖ wegen diverser eindeutig antisemitischer Äusserungen ihrer Kandidaten in die Schlagzeilen geriet.

Ein wenig Farbe hat Segerts Firmensitz also schon längst verdient!

Und denk daran Alex:
Heute ist nicht alle Tage; wir kommen wieder, keine Frage!

Der politische Designer

Spätestens an dieser Stelle wird einmal mehr bewußt, daß Designer zwar großteils unpolitisch sein mögen – Design hingegen, direkt oder indirekt, im Grunde immer (auch) politisch ist. Was uns mitunter durchaus arg in die Verantwortung bringen kann.

Worum geht es? Darum:

Dazu schreibt dt:

Gut möglich, dass bei einer Kampagne, die sich in der Gestaltung der Stilmittel der Nationalsozialisten bedient, der Inhalt in den Hintergrund tritt. Das Motiv nährt Vorurteile und schürt Ängste. Minarette, die aussehen, als wären sie in den Boden gestellte Pershing-Raketen sind nicht grenzwertig, sie überschreiten die Grenze.

Und novum (aus dem Artikel ist auch das erste Zitat) schreibt:

Zu sehen ist auf dem in der Schweiz zwar recht präsenten, aber immerhin höchst umstrittenen Plakat eine perspektivisch dargestellte Nationalflagge, durchbohrt von schwarzen Minaretten mit Schatten – von links kommt eine verschleierte Frau mit Burka ins Bild, ebenfalls schwarz. Abgestimmt aber wird nicht über immer wieder diskutierte Kopftücher, es geht auch nicht um eine die ganze Schweiz überziehende Unmenge von Minaretten. Wie muß sich ein muslimischer Bewohner fühlen, wenn er solche Plakate sieht? Der Satz, so etwas müsse eine Demokratie aushalten, erscheint spätestens bei solchen Sujets als höchst alibihaft. Die Fragen sind also einmal mehr: Wie weit darf das Recht auf freie Meinungsäußerung gehen? Darf sie auch diskriminieren und Haß schüren?

Das dann leider erst (und meist halt eben auch nur) hier erkannt wird, dass Design hingegen, direkt oder indirekt, im Grunde immer (auch) politisch ist, und die Tatsache, dass dies sonst, wenn sich die Bösen nicht so einfach benennen lassen, eigentlich nie passiert, ist leider nicht überraschend.

Nun lässt sich in diesem Fall aber der Böse klar benennen.

Er macht Werbung gegen Schwule und den Islam: Alexander Segert, Chef einer Dübendorfer Werbefirma.

schreibt der Tagesanzeiger über ihn,

Später wurde Segert auch Herausgeber des VPM-nahen und Islam-feindlichen Bulletins «Bürger und Christ», in dem er gegen Schwule, Drogen und Abtreibung wetterte und vor «der schleichenden Infiltration des christlichen Abendlandes durch den Islam» warnte. Alexander Segert war selbst einmal ein Anhänger der rechten Psychosekte VPM – im Sinne einer «intellektuellen Herausforderung», wie er der «NZZ am Sonntag» erklärte.

Diesen Spätsommer machte Segert in Österreich von sich reden, als er für die Rechtspopulisten der Vorarlberger FPÖ den Wahlkampf managte. Vom «Rattenwerber aus der Schweiz» war in den Medien die Rede. In den FPÖ-Parolen schwangen antisemitische Untertöne mit – mit Sprüchen gegen Türken und Asylbewerber lässt sich in Österreich als Rechtsaussen offenbar nicht mehr punkten. «Elterngeld nur für heimische Familien», forderte die FPÖ auf Segerts Plakaten.

Die Agentur, des Mannes, der auch für das schwarze Schaf-Plakat verantwortlich ist, entwickelte auch ein Online-Game für die Anti-Minarett-Kampagne, wie die SZ berichtet:

Während der Anti-Minarett-Kampagne löste nicht nur das Plakat, sondern auch ein Computerspiel Diskussionen aus. Die Anti-Minarett-Initiative schaltete das Spiel mit dem Namen „Minarett-Attack“ online. Im Vordergrund sah man darin Schweizer Häuser, Brücken und Kirchtürme. Dahinter das Matterhorn, auf seinem Gipfel wehte eine Schweizer Fahne.

Sobald man das Spiel startete, wuchsen überall Minarette aus dem Boden. Auf den Balkonen der Häuser standen plötzlich Muezzine. Die Aufgabe für den Spieler: So viele Muezzine wie möglich in kurzer Zeit zu erschießen. Das Spiel war nicht zu gewinnen. Stattdessen erschien am Ende: Game Over. „Die Schweiz ist voller Minarette. Damit das nicht passiert: Am 29. November ja zur Minarettsverbotsinitiative.“

In der Schweiz gab es Diskussionen, ob das Spiel verboten werden sollte. Es blieb eine ganze Weile online. Inzwischen ist das Spiel nicht mehr zu finden, die Webadresse minarett-attack.ch existiert nicht mehr. Dafür gibt es jetzt ein gültiges Minarett-Verbot.

Vielleicht sollte ich doch mal aufhören


via mindsdelight

„Eine Frau hat zwei Lebensfragen: was soll ich anziehen und was soll ich kochen.“

Das Werbung nervt und gerne heteronormative Stereotypen reproduziert, ist nix neues.
Früher war allerdings noch offensichtlicher:

Noch mehr so Gruselvideos gibt’s bei der Mädchenmannschaft