Tag-Archiv für 'usa'

Rassismus in Europa

Offensive opinions have also originated from the other end of the political spectrum. Die Tageszeitung, a Berlin newspaper that supports socialist and leftist causes, predicted Obama’s election in June when it published a large front-page photo of the White House under the headline, „Uncle Barack’s Cabin.“

The reference was to „Uncle Tom’s Cabin,“ an anti-slavery book written by 19th-century author Harriet Beecher Stowe. But editors of the paper insisted they did not mean to imply that Obama would be an Uncle Tom, or a submissive slave. Rainer Metzger, a deputy editor, said the headline was satirical.

„I‘m sure 99 percent of our readers would understand it correctly,“ he told the German magazine Der Spiegel. „As for the rest, well, tough luck. You can‘t please everybody.“

Yonis Ayeh, a board member with the Initiative of Black People in Germany, a group that criticized the Die Tageszeitung article when it was published, said racial prejudices are common, if not always blatantly expressed.

Die Washington Post fasst in einem Artikel rassistische Reaktionen europäischer Medien im Bezug auf den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl zusammen.
(via BlackPrint)

Moore & Ghostbusters

Der neuen Michael-Moore-Film Slacker Uprising wird am 23. September als legaler Gratisdownload ins Netz gestellt werden. Der Trailer sieht aber eher *gähn* aus. Viel cooler dagegen: Ghostbusters 3 wurde bestätigt!!!

Milk Trailer

/film hat einen Trailer zu Milk, dem neuen Film von Gus van Sant („Elephant“). Darin geht es um das Leben von Harey Milk, der als erster offen Schwuler in den Stadtrat von San Francisco gewählt wurde und später erschossen wurde.

Da hängt er

Banksy hat ein Mitglied des Klu-Klux-Klans gehängt:
kkk
gefunden bei rebel:art

Immer schön der Reihe nach…

Zunächst einmal vorab: Ich liebe TV-Serien!
Lange habe ich davon eher wenig gehalten, aber das, was insbesondere in den USA zur Zeit an Serien produziert wird, ist oftmals um Dimensionen besser und komplexer, als vieles, was in den Kinos zu sehen ist.
Dazu hat die Jungle World jetzt auch eine Textreihe gestartet, ich bin gespannt auf die kommenden Beiträge.
Gleichzeitig bietet der JuWo-Text auch eine große Kritikfläche, die unkritische Lobhudelei auf die Serie 24. Ich muss zugeben, das auch ich die ersten 2 Staffeln gebannt verfolgt habe, aber bereits in Staffel 3 wurde das Schema doch sehr redundant. Wenn mensch über diese Serie spricht bzw. schreibt, darf aber nicht ihr inhaltlicher, ideologischer Gehalt außer acht gelassen werden, liefert 24 doch diverse Argumente für Folter und mehr Geheimdienste.

Aber eigentlich wollte ich jetzt gar nicht über 24 schreiben, sondern über Roots.
Als sämtliche Roots-Episoden 1977 innerhalb von einer Woche ausgestrahlt wurden, entstand ein Phänomen, das bis heute einzigartig ist. Roots war der Straßenfeger schlechthin. Die Finalfolge hatte eine Einschaltquote von 85%! US-Kneipen erlebten drastische Umsatzeinbrüche. Viele Sportsbars versuchten dem zu entgehen, indem sie selbst Roots zeigten. Ein unglaublicher Hype war entstanden.

Heute ist die entscheidende Frage: War der Hype gerechtfertigt?
Generell ist die Frage, wie sehr Hypes überhaupt gerechtfertigt sind. Mit der Erwartungshaltung, die sich vor dem ersten Sehen aufbaut, wenn mensch solche Geschichten liest, wird eine Serie nie mithalten können.
Festzuhalten ist, das Roots 1977 absolut den Nerv der Zeit traf. Debatten über Rassismus waren in den Vorjahren auf vielfältige Art und Weise u.a. durch das Civil Rights Movement angestoßen worden und wurden nun durch diese Serie breit in der Gesellschaft verankert.
Gibt es seitdem keinen Rassismus mehr in den USA?
Genau hier kann dann auch eine Kritik an der Serie ansetzen.
Roots erzählt die Geschichte des Afrikaners Kunta Kinte, der versklavt und in die USA verschifft wird. Die Erzählung folgt ihm und seinen nachfolgenden Generationen bis zur Befreiung durch die Abschaffung der Sklaverei.
Immer wieder schimmert der erhobene Zeigefinger durch, was anstrengend wäre, wenn die Geschichte nicht mit so großartigen SchauspielerInnen auf einer ganz persönlichen Ebene erzählt wird. Gleichzeitig wird mensch das Gefühl nicht los, das sich die (weißen) Produzenten und Regisseure der Serie permanent für Vergangenes entschuldigen, nur um sich dann mit dem Happy End freizusprechen. Eine Thematisierung von Rassismus als kontinuierliche Kategorie von Denk- und Handelsweisen der gesamten Gesellschaft wird zwar kurz vor Schluss ganz grob angerissen, aber zuletzt doch eher weichgespühlt. Allerdings ist hier zu bedenken, dass es später noch eine ebenfalls hochgelobte Fortsetzung Roots – Die nächsten Generationen gab, die ich noch nicht gesehen habe.
In Anbetracht der Entstehungszeit und in Anbetracht dessen, das es sich um eine absolute Mainstreamproduktion handelt, ist die Auseinandersetzung mit Sklaverei und Rassismus als einem entscheidenden Teil der US-Vergangenheit im Großen und Ganzen gelungen und die Serie auch wegen ihrer Spannung durchaus weiter zu empfehlen.

Roots

Ich habe mir gestern eine DVD gekauft, bzw genauer gesagt ein paar DVDs, nämlich die TV-Serie „Roots“ aus den 70er Jahren.
Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt Werbung ist: Ich habe die komplette 1te Staffel für 8€ (!) bei Karstadt bekommen.
Die ersten 1 1/2 Folgen habe ich bisher gesehen und das ganze ist durchaus unterhaltsam. Aber vieles wirkt recht spekulativ, gerade die Darstellung des Stammeslebens von Kunta (dem Hauptcharakter). Hier werden durchaus die sattsam bekannten Ethnikitsch-Clichés des wilden Afrikanischen Stammeslebens zelebriert, woran auch der positive Blickwinkel wenig ändert. Aber das ist (nach einem lustigen Gastauftritt von O.J. Simpson) bald vorbei, wenn Kunta, wie erwartet versklavt wird. Ab hier erzählt die Serie von Kuntas Verschiffung in die USA und spannt den Bogen über mehrere Generationen bis zur Sklavenbefreiung (aber soweit bin ich noch nicht).

„Roots“ war damals das TV-Highlight schlechthin. Die letzte Folge hat bis heute den 3ten Platz der höchsten Einschaltquoten der USA (nach einem Super-Bowl-Finale und dem Finale von M*A*S*H). Ob die Serie die entsprechende Erwartungshaltung erfüllen kann, nach den ersten 1 1/2 Folgen habe ich da leichte Zweifel, aber unterhaltsam ist sie trotzdem.

Eine Frage stellt sich mir nur: Ich habe in dem ganzen Dorf von Kunta kein einziges Buch gesehen. Dennoch scheint er Moslem zu sein, wo ich den Islam mit seinem Koran immer als „Buchreligion“ verstanden hatte. Ich hab bei einer kurzen Recherche im Internet dazu nicht viel finden können. Falls es tatsächlich schon Menschen gibt, die diesen Blog lesen, und falls diese auch noch was dazu wissen: War damals der Islam in Afrika schon so weit verbreitet?